Hier stehen alle 84 Beispiele aus der Bibliothek von ModuloOne zum Lesen, jedes mit seiner Notiz: was es zeigt, was sich daran ausprobieren lässt und wie es aus Modulen und Kabeln gebaut ist. Davor der Grundkurs, in dem die Kabel selbst gesteckt werden. „Im Generator öffnen“ lädt ein Beispiel auf die Arbeitsfläche, zum Anhören und Weiterbauen.
Grundkurs
Zwölf Lektionen zum Selbststecken. Teil 1 führt in sieben Schritten vom ersten Ton über Filter, Hüllkurve, Sequenzer und LFO bis zu Echo und Hall, jede Lektion beginnt mit der Lösung der vorigen. Teil 2 zeigt in fünf Lektionen für sich die übrigen Module.
Lektion 1: Ein Ton
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Module: Oscillator, Oszilloskop
Neu in dieser Lektion
Ein Oscillator erzeugt einen Ton. Hörbar wird er erst, wenn ein Kabel ihn mit Main Out verbindet. Das Oszilloskop zeigt, wie seine Schwingung aussieht.
Aufgaben
- Falls der Ton noch aus ist: oben „Audio starten“. Dann vom Ausgang OUT des Oscillators zum Eingang IN von Main Out ziehen (am Handy: erst OUT antippen, dann IN). Das Kabel steckt, ein Dauerton erklingt.
- Ein zweites Kabel vom selben OUT zum IN des Oszilloskops. Ein Ausgang darf an beliebig viele Eingänge.
- Frequenz drehen, dann die Wellenformen durchschalten. Bei „Puls“ zusätzlich die Pulsbreite drehen: Der Klang wird dünner, im Oszilloskop wird der Puls schmaler.
Wenn es still bleibt
Läuft der Ton (Knopf oben)? Steckt das Kabel in IN von Main Out? Ein falsches Kabel anklicken, es verschwindet.
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In der Bibliothek unter „Grundkurs“: Lektion 2 schickt den Ton durch ein Filter.
Lektion 2: Filter
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Module: Oscillator, Rauschen, Filter, Oszilloskop
Neu in dieser Lektion
Ein Filter nimmt dem Klang Frequenzen weg. Der Tiefpass lässt die tiefen durch, der Klang wird dunkler. Verkabelt ist, was Lektion 1 ergeben hat; Filter und Rauschen liegen noch frei.
Aufgaben
- Das Kabel vom Oscillator zu Main Out anklicken, es verschwindet. Dann OUT des Oscillators an IN des Filters, OUT des Filters an IN von Main Out.
- Cutoff langsam zudrehen: Der Klang wird dunkler. Das Oszilloskop zeigt weiter den Sägezahn vor dem Filter, Main Out die Welle danach: Sie wird runder. Dann Resonanz auf 10, am Cutoff pfeift es.
- Rauschen statt Oscillator: das Kabel vom Oscillator zum Filter anklicken, OUT des Rauschens an IN des Filters. Im Tiefpass rauscht es wie Brandung. Dann Typ Bandpass, Resonanz auf 1, Cutoff langsam drehen: Wind. Er ist leiser, weil nur ein schmales Band durchkommt.
Wenn es still bleibt
Steckt am Ende der Kette ein Kabel in Main Out? Mit dem Cutoff ganz unten lässt der Tiefpass kaum etwas durch.
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Lektion 3: Töne mit Anfang und Ende.
Lektion 3: Hüllkurve und VCA
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Module: Oscillator, Filter, Verstärker (VCA), Tastatur, Hüllkurve (ADSR), Oszilloskop
Neu in dieser Lektion
Die Tastatur gibt dem Oscillator die Tonhöhe (NOTE). Noch klingt der Ton ununterbrochen: Der VCA lässt ihn durch, solange nichts an seinem MOD steckt. Eine Hüllkurve öffnet und schließt ihn bei jedem Anschlag.
Aufgaben
- GATE der Tastatur an START der Hüllkurve, MOD der Hüllkurve an MOD des VCA. Jetzt klingt es nur, solange eine Taste gedrückt ist (Maus oder Rechnertastatur).
- Attack auf 1 s: Der Ton schwillt an. Sustain 0 und Release 0,1 s: gezupft. Release 2 s: Er klingt nach.
- Das Kabel zum Oszilloskop anklicken und neu von MOD der Hüllkurve anlegen: Beim Spielen zeigt es ihre Form. Zum Schluss MOD der Hüllkurve zusätzlich an MOD des Filters: Jeder Ton beginnt heller.
So funktioniert es
GATE ist offen, solange die Taste gedrückt ist. Die Hüllkurve steigt dann an (Attack), fällt auf Sustain (Decay) und klingt nach dem Loslassen aus (Release).
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Lektion 4: Der Sequenzer spielt von selbst.
Lektion 4: Sequenzer
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Module: Oscillator, Filter, Verstärker (VCA), Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR), Oszilloskop
Neu in dieser Lektion
Statt der Tastatur spielt ein Step-Sequenzer. Er läuft im Tempo durch seine Schritte und gibt bei jedem aktiven Schritt NOTE und GATE aus. Hüllkurve, VCA und Filter sind verkabelt wie am Ende von Lektion 3.
Aufgaben
- NOTE des Sequenzers an IN des Oscillators, GATE an START der Hüllkurve.
- Schritte anklicken schaltet sie an und aus. Ziehen oder Mausrad über einem Schritt ändert die Tonhöhe. BPM drehen.
- Die Tonleiter steht auf Moll-Pentatonik: „Würfeln“ erfindet neue Töne, die zusammenpassen. Dann Legato an und Glide auf 0,15 s: Aufeinanderfolgende Schritte werden ein Ton, der von Note zu Note rutscht.
Wenn es still bleibt
Ohne Kabel an GATE schlägt die Hüllkurve nie an, der VCA bleibt zu.
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Lektion 5: Ein LFO dreht an den Reglern.
Lektion 5: LFO
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Module: Oscillator, Filter, Verstärker (VCA), LFO, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR), Oszilloskop
Neu in dieser Lektion
Ein LFO schwingt so langsam, dass man ihn nicht als Ton hört. Er dreht stattdessen an Reglern. Der Oscillator steht jetzt auf Puls, das Oszilloskop zeigt wieder seine Welle.
Aufgaben
- MOD des LFO an PWM des Oscillators: Die Pulsbreite wandert, der Klang schwebt. Im Oszilloskop wird der Puls breiter und schmaler.
- MOD des LFO zusätzlich an MOD des Filters: Der Cutoff wandert mit, die Marke am Cutoff-Regler zeigt, wie weit. Frequenz des LFO auf 4 Hz: Aus dem Wandern wird ein Flattern.
- Ein drittes Kabel an IN des Oscillators, Frequenz 5 Hz, Tiefe 3 %: Vibrato. Pulsbreite und Cutoff bewegen sich jetzt kaum noch, denn ein LFO hat eine Tiefe für alle Ziele. Wer beides will, nimmt einen zweiten LFO.
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Lektion 6: Echo, links und rechts.
Lektion 6: Echo im Stereo
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Module: Oscillator, Filter, Mixer, Verstärker (VCA), Delay (Echo), LFO, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR), Oszilloskop
Neu in dieser Lektion
Ein Mixer führt zwei Signale zusammen und setzt jedes einzeln zwischen links und rechts (Pan). Ein Delay wiederholt, was hineingeht. Am besten mit Kopfhörern.
Aufgaben
- Das Kabel vom VCA zu Main Out anklicken. Dann OUT des VCA an A des Mixers, OUT des Mixers an IN von Main Out.
- OUT des VCA zusätzlich an IN des Delay, OUT des Delay an B des Mixers. Pan A auf L 60, Pan B auf R 60: Das Echo antwortet von der anderen Seite. Das Delay steht auf Anteil 100 %, es gibt nur die Wiederholungen aus.
- Autopan: MOD des LFO zusätzlich an MOD des Mixers, Pan A auf M. Eingang A wandert langsam zwischen links und rechts.
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Lektion 7: Raum und Zufall.
Lektion 7: Raum und Zufall
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Module: Oscillator, Filter, Mixer, Verstärker (VCA), Delay (Echo), Hall, LFO, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR), Sample & Hold, Oszilloskop
Neu in dieser Lektion
Hall stellt den Klang in einen Raum. Sample & Hold würfelt bei jedem Anstoß einen Wert und hält ihn bis zum nächsten.
Aufgaben
- Das Kabel vom Mixer zu Main Out anklicken. OUT des Mixers an IN des Halls, OUT des Halls an IN von Main Out. Dauer auf 5 s: Aus dem Zimmer wird eine Halle.
- GATE des Sequenzers zusätzlich an TRIG von Sample & Hold, MOD von Sample & Hold an MOD des Filters: Jeder Schritt klingt anders hell. Bereich drehen.
- Den Patch unter „Eigene Patches“ speichern. Er bleibt in diesem Browser.
Wie es weitergeht
Oben „Canvas leeren“ und selbst bauen, in der Bibliothek stöbern oder mit Teil 2 des Grundkurses weitermachen: Er zeigt Module, die hier noch fehlen.
Teil 2, Lektion 1: Verzerrer
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Module: Oscillator, Verzerrer, Oszilloskop
Neu in dieser Lektion
Teil 2 zeigt die Module, die der erste Teil auslässt, jede Lektion mit einem kleinen Patch für sich. Ein Verzerrer verformt die Welle, und jede Verformung bringt Obertöne mit. Am Sinus ist das am besten zu sehen, er hat selbst keine. Das Oszilloskop „Osc“ zeigt ihn vor dem Verzerrer.
Aufgaben
- Das Kabel vom Oscillator zu Main Out anklicken, es verschwindet. Dann OUT des Oscillators an IN des Verzerrers, OUT des Verzerrers an IN von Main Out und an IN des Oszilloskops „Dist“. Stärke langsam auf 100: In „Dist“ werden die Kuppen flach, aus dem Sinus wird nach und nach ein Rechteck.
- Auf die Anzeige im Main Out klicken, bis „Spektrum“ steht. Stärke auf 0: Neben der hohen Spitze des Grundtons steht nur eine kleine. Wieder auf 100: Rechts davon wächst eine ganze Reihe, die Obertöne.
- Art auf Falten, Stärke langsam von 0 auf 100: Die Kuppen bekommen erst eine Delle, dann klappen sie mehrfach um, und eine Gruppe von Obertönen steht so hoch wie der Grundton. Dann Art auf Stufen, wieder von 0 auf 100: Aus der Welle wird eine Treppe, die immer gröber wird. Im Spektrum erscheinen Spitzen, die zu keinem Oberton gehören, auch links vom Grundton.
So funktioniert es
Sättigung drückt die Kuppen der Welle zusammen, Falten klappt sie zurück, Stufen hält jeden Wert kurz fest. Die Lautstärke gleicht der Verzerrer selbst aus. Wie stark er wirkt, hängt auch davon ab, wie laut der Klang ankommt.
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Teil 2, Lektion 2: Der Ringmodulator multipliziert zwei Klänge.
Teil 2, Lektion 2: Ringmodulator
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Module: Oscillator, Ringmodulator, Oszilloskop
Neu in dieser Lektion
Der Ringmodulator multipliziert zwei Klänge miteinander. Ist der zweite sehr langsam, schwankt nur die Lautstärke des ersten; ist er schnell, entstehen neue Töne. Zu hören ist Oscillator „A“. Oscillator „B“ steht auf 20 Hz und ist zwei Oktaven nach unten transponiert, er schwingt also fünfmal je Sekunde.
Aufgaben
- Das Kabel von „A“ zu Main Out anklicken, es verschwindet. Dann OUT von „A“ an A des Ringmodulators, OUT von „B“ an B, OUT des Ringmodulators an IN von Main Out und an IN des Oszilloskops. Der Ton flattert, im Oszilloskop schwillt die Welle an und ab: zehnmal je Sekunde, zweimal je Schwingung von „B“.
- Auf die Anzeige im Main Out klicken, bis „Spektrum“ steht: eine Spitze. Transponierung an „B“ langsam auf 0: Das Flattern wird schneller und geht in ein Schnarren über, die Spitze teilt sich. Dann Frequenz an „B“ langsam auf 100: Die beiden Spitzen laufen auseinander, aus dem Schnarren werden zwei Töne. Der Ton von „A“ läge dazwischen, er fehlt. Anteil am Ringmodulator auf 50: Seine Spitze steht wieder da. Zurück auf 100.
- Wellenform an „A“ auf Sägezahn, Frequenz an „B“ auf 440: Das Spektrum zeigt wieder eine geordnete Reihe wie bei einem einzelnen Ton, im Oszilloskop steht ein Muster, das sich wiederholt. Dann Frequenz an „B“ auf 300: Die Spitzen stehen unregelmäßig, die tiefste weit links, und im Oszilloskop wiederholt sich nichts mehr, das Bild bleibt unruhig. Die Töne passen nicht mehr zueinander; so entstehen Glocken- und Metallklänge.
So funktioniert es
„B“ dreht die Lautstärke von „A“ auf und ab, durch null hindurch. Geschieht das schnell genug, hört das Ohr statt des Tons von „A“ zwei neue: seine Frequenz minus und plus die von „B“, hier 220 − 100 = 120 Hz und 220 + 100 = 320 Hz. Hat „A“ Obertöne, wird aus jedem ein solches Paar.
Wenn es still bleibt
Bei Anteil 100 bleibt der Ringmodulator still, solange an B nichts ankommt.
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Teil 2, Lektion 3: Der Mod-Mischer mischt und verschiebt Steuersignale.
Teil 2, Lektion 3: Mod-Mischer
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Module: Oscillator, Filter, LFO, Mod-Mischer, Oszilloskop
Neu in dieser Lektion
In Lektion 5 hatte ein LFO eine Tiefe für alle Ziele. Der Mod-Mischer sitzt zwischen Quelle und Ziel: Er schwächt ein Steuersignal ab, kehrt es um, verschiebt es und zählt ein zweites dazu. Zu hören ist ein Sägezahn hinter einem Filter, dessen Cutoff der LFO „Slow“ auf und ab schiebt.
Aufgaben
- Das Kabel von „Slow“ zum Filter anklicken, es verschwindet. Dann MOD von „Slow“ an A des Mod-Mischers, MOD des Mod-Mischers an MOD des Filters und an IN des Oszilloskops. Es klingt wie vorher, das Oszilloskop zeichnet die Kurve des LFO. Anteil A langsam auf 30: Die Kurve wird flacher, der Cutoff wandert weniger weit; die Marke am Cutoff-Regler zeigt es. Die Tiefe am LFO bleibt dabei, wie sie ist. Zurück auf 100.
- MOD von „Fast“ an B des Mod-Mischers: Auf der langsamen Kurve reitet eine schnelle, der Cutoff zittert im Wandern. Anteil B auf 100: Das Zittern ist so weit wie das Wandern. Auf 0: Es ist weg.
- Wellenform an „Slow“ auf Sägezahn: Die Kurve steigt gleichmäßig und fällt mit einem Sprung. Anteil A auf −100: Sie steht kopf, der Cutoff springt nach oben und sinkt langsam. Versatz auf 50: Die ganze Kurve rückt nach oben, der Cutoff bleibt höher. Versatz auf 100: Oben ist die Kurve abgeschnitten.
So funktioniert es
Der Mod-Mischer rechnet Anteil A mal Signal A plus Anteil B mal Signal B plus Versatz. Ein negativer Anteil kehrt das Signal um. Heraus kommt höchstens so viel wie von einer einzelnen Quelle bei voller Tiefe; was darüber liegt, schneidet er ab. Mit einem Mod-Mischer vor einem Ziel bekommt dieses Ziel seine eigene Stärke, auch wenn derselbe LFO noch anderswo steckt.
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Teil 2, Lektion 4: Der Takt gibt Sequenzer und Hüllkurve das Tempo vor.
Teil 2, Lektion 4: Takt
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Module: Oscillator, Filter, Verstärker (VCA), Step-Sequenzer, Takt, Hüllkurve (ADSR), Oszilloskop
Neu in dieser Lektion
Der Takt ist eine Uhr ohne Töne: Er gibt auf jeder Sechzehntel einen Impuls aus (CLOCK) und an zwei Teilern nur jeden n-ten (÷A und ÷B). Zu hören ist die Stimme aus Lektion 4. Der Sequenzer läuft noch nach seiner eigenen Uhr mit 90 BPM, sein GATE schlägt die Hüllkurve an; das Oszilloskop zeichnet sie.
Aufgaben
- CLOCK des Takts an SYNC des Sequenzers: Die Melodie läuft schneller, mit den 120 BPM des Takts. Der BPM-Regler am Sequenzer ist grau, sein Tempo kommt jetzt von außen. BPM am Takt drehen, dann zurück auf 120.
- ÷A des Takts an SYNC; das neue Kabel ersetzt das alte. Der Sequenzer rückt nur noch auf jeder vierten Sechzehntel vor, also in Vierteln, im Gleichschritt mit der Lampe am Takt. Teiler A auf ÷2: Achtel. Auf ÷3: Die Töne wechseln quer zur Lampe. Zurück auf ÷4.
- Das Kabel von GATE zur Hüllkurve anklicken, es verschwindet: Stille. Dann CLOCK des Takts an START der Hüllkurve: Sie schlägt auf jeder Sechzehntel an, jeder Ton der Melodie erklingt viermal. Swing auf 66: Jede zweite Sechzehntel kommt später, der Rhythmus wippt; im Oszilloskop rücken die Zacken zu Paaren zusammen.
So funktioniert es
Ein Sequenzer mit Kabel an SYNC rückt mit jedem Impuls einen Schritt vor, eine Hüllkurve schlägt mit jedem Impuls an. Hängen mehrere Sequenzer und Hüllkurven am selben Takt, bleiben sie zusammen, auch wenn sich das Tempo ändert. ÷B arbeitet wie ÷A; zwei verschiedene Teiler gegeneinander ergeben einen Polyrhythmus.
Wenn es still bleibt
Ohne Kabel an START schlägt die Hüllkurve nie an. Dort muss GATE des Sequenzers stecken oder ein Ausgang des Takts.
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Teil 2, Lektion 5: Zufall am Sequenzer und aus Sample & Hold.
Teil 2, Lektion 5: Zufall
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Module: Oscillator, Filter, Verstärker (VCA), Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR), Sample & Hold, Oszilloskop
Neu in dieser Lektion
Zufall kommt hier aus zwei Quellen. Der Regler Zufall am Sequenzer lässt Schritte ausfallen. Sample & Hold würfelt bei jedem Impuls an TRIG einen Wert und hält ihn bis zum nächsten; Lektion 7 hat es am Filter gezeigt. Zu hören ist die Melodie aus der vorigen Lektion.
Aufgaben
- Zufall am Sequenzer auf 30: Etwa jeder dritte Ton fällt aus, in jedem Durchlauf an anderer Stelle. Das Lauflicht läuft weiter, auf einem ausgefallenen Schritt ist es gestrichelt. Auf 100: Stille. Zurück auf 30.
- GATE des Sequenzers zusätzlich an TRIG von Sample & Hold, MOD von Sample & Hold an MOD des Filters und an IN des Oszilloskops: Jeder Ton klingt anders hell, das Oszilloskop zeichnet eine Treppe. Fällt ein Ton aus, bleibt die Stufe stehen. Dann das Kabel an TRIG anklicken, es verschwindet, und CLOCK des Sequenzers an TRIG: Jetzt kommt mit jedem Schritt eine neue Stufe, auch mit den ausgefallenen.
- Glätten auf 0,1: Der Wert springt nicht mehr, er läuft in einem Bogen zum neuen. Auf 0,5: Aus der Treppe wird eine wandernde Kurve, die Helligkeit schwankt weich. Die Ausschläge sind kleiner geworden; Bereich auf 100 macht sie wieder größer.
So funktioniert es
GATE gibt nur dann einen Impuls, wenn ein Ton spielt, CLOCK mit jedem Schritt. Sample & Hold würfelt Werte zwischen minus und plus Bereich; am Filter schieben sie den Cutoff nach unten oder oben. Mit Glätten gleitet der Wert zum neuen. Kommt der nächste Impuls, bevor er dort ist, gleitet er von da aus weiter.
Wie es weitergeht
Das war die letzte Lektion des Grundkurses. Oben „Canvas leeren“ und selbst bauen oder in der Bibliothek stöbern: Jedes Beispiel hat eine Notiz mit Vorschlägen zum Ausprobieren. Mehr Zufall zeigen dort „Zufallsmelodie“ und „Filter im Takt“.
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Interaktiv
Instrumente zum Spielen auf der Computertastatur oder am Bildschirm.
Cembalo
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Module: Oscillator, Filter, Mixer, Verstärker (VCA), Hall, Tastatur, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Ein Cembalo in zwei Oktaven: Seine Saiten werden gezupft, nicht angeschlagen. Das klingt dünn, hell und spitz, und jeder Ton beginnt mit einem kurzen Anriss. Zwei Register lassen sich wie am echten Instrument zu- und abschalten.
Die Tastatur spielt einstimmig und ohne Anschlagstärke. Das passt hier: Auch beim echten Cembalo klingt jede Taste gleich laut, egal wie fest man drückt.
Zum Ausprobieren
- Oben „Audio starten“, dann auf der Rechnertastatur spielen, am besten kurze, perlende Töne.
- Pegel B des Mixers auf 0: Nur das 8′-Register bleibt, der Klang wird schlanker und leiser.
- Cutoff des Tiefpasses auf 800: Das klingt wie der Lautenzug, ein Filzstreifen, der die Saiten abdämpft.
- Cutoff des Hochpasses auf 20: Das Fundament kommt zurück, das Cembalo klingt fast wie ein Klavier.
- Decay der Hüllkurve „Filter“ auf 1: Der Anriss wird zum langen Wah.
So funktioniert es
NOTE geht an zwei Sägezähne, einen auf dem Ton und einen eine Oktave höher. Der Mixer legt beide zusammen, der Hochpass macht sie dünn. GATE startet zwei Hüllkurven: eine sehr kurze öffnet den Tiefpass für den Anriss, die andere lässt die Lautstärke verklingen. Release ist der Dämpfer beim Loslassen.
Zwei Register
Ein Cembalo hat für jede Taste mehrere Saiten, jede Reihe heißt Register oder Chor. Die Namen kommen von der Orgel: 8′ (acht Fuß) klingt auf dem Ton, der gegriffen wird, 4′ eine Oktave höher.
Hier ist jedes Register ein Sägezahn, der Mixer ist der Registerzug: Pegel A für 8′, Pegel B für 4′. Das 4′ ist um 4 Cent verstimmt, denn zwei Saitenchöre stimmen nie ganz gleich.
Weil das Cembalo keine Anschlagstärke kennt, war das Zuschalten von Registern früher der Weg zu laut und leise: ganze Abschnitte wechseln die Stärke auf einen Schlag, man nennt das Terrassendynamik.
E-Piano mit Tremolo
▶ Im Generator öffnen
Module: Oscillator, Verstärker (VCA), Hall, LFO, Tastatur, Hüllkurve (ADSR), Mod-Mischer
Was es zeigt
Ein E-Piano der Siebziger: glockig im Anschlag, weich im Ausklang, dazu das typische Tremolo. Die Tastatur spielt einstimmig und ohne Anschlagstärke. Den Anschlag übernimmt deshalb der Streifen: Je weiter rechts, desto härter und bissiger klingt jeder Ton.
Zum Ausprobieren
- Oben „Audio starten“, dann auf der Rechnertastatur spielen.
- Streifen ganz nach links: ein sanfter, runder Ton. Ganz nach rechts: Die Töne bellen beim Anschlag.
- Tiefe des LFO auf 0: Das Tremolo ist aus. Frequenz des LFO auf 7: Es flattert.
- Decay der Hüllkurve „Mod 1“ auf 1: Der Biss bleibt länger stehen.
- „Halten“ an: Die Töne klingen nach dem Loslassen weiter wie mit Pedal.
So funktioniert es
NOTE geht an zwei Oscillatoren. Der erste verbiegt über den FM-Eingang die Frequenz des zweiten, das macht den Klang glockig. Wie stark, bestimmen zwei VCAs hintereinander: „Mod 1“ mit einer kurzen Hüllkurve, „Mod 2“ mit dem Streifen. Hinter dem Oscillator „Carrier“ folgen die VCAs „Amp“ für die Lautstärke und „LFO“ für das Tremolo.
Anschlag und Tremolo
Bei einem echten E-Piano klingt ein Ton umso heller, je härter man die Taste trifft. Hier stellt der Streifen das ein: Er ist an den CV des VCA „Mod 2“ gesteckt. Bei 0 lässt dieser VCA nichts durch und es bleibt ein reiner Sinus, bei 1 kommt der volle Biss.
Das Tremolo macht der LFO. Er schwingt zwischen −1 und +1; der Mod-Mischer nimmt davon ein Viertel und legt drei Viertel dazu. So schwankt die Lautstärke zwischen halb und voll. Direkt am VCA würde der LFO auch unter null ziehen, und der Ton pulsierte doppelt so schnell.
Flügel
▶ Im Generator öffnen
Module: Oscillator, Filter, Mixer, Verstärker (VCA), Hall, Tastatur, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Ein Konzertflügel in zwei Oktaven: Jeder Ton ist beim Anschlag hell und wird beim Ausklingen dunkler. Dafür sorgt eine zweite Hüllkurve, die nur das Filter steuert. „Halten“ an der Tastatur ist das rechte Pedal. Die Tastatur spielt einstimmig und ohne Anschlagstärke, jede Taste klingt gleich laut.
Zum Ausprobieren
- Oben „Audio starten“, dann auf der Rechnertastatur spielen. Auch ein gehaltener Ton verklingt, wie beim echten Flügel.
- Kurz antippen, einmal ohne und einmal mit „Halten“: Ohne dämpft das Loslassen den Ton, mit klingt er aus wie bei getretenem Pedal.
- Decay der Hüllkurve „Filter“ auf 2: Der Ton bleibt länger hell. Auf 0,2: Er wird sofort dumpf.
- Cutoff des Filters senken: Der Flügel steht hinter einem Vorhang.
- Anteil des Halls auf 0: Der Saal ist weg, es bleibt ein trockenes Studio.
So funktioniert es
NOTE geht an einen Sägezahn und ein Dreieck, der Mixer legt beide zusammen. GATE startet zwei Hüllkurven, eine am VCA für die Lautstärke und eine am Filter für die Klangfarbe. Beide haben Sustain 0, der Ton verklingt also auch bei gehaltener Taste; Release bestimmt, wie schnell der Dämpfer beim Loslassen greift.
Warum der Ton dunkler wird
Eine angeschlagene Saite schwingt in vielen Obertönen zugleich. Die hohen verlieren ihre Kraft schneller als der Grundton, deshalb klingt ein Klavierton erst hell und brillant und dann immer runder.
Hier übernimmt das die Hüllkurve „Filter“: Sie öffnet das Filter beim Anschlag auf knapp 2 kHz und schließt es in 0,8 s auf 1 kHz. Die Hüllkurve „Amp“ lässt die Lautstärke erst in 2 s abfallen. Mit nur einer Hüllkurve für beides würde der Ton gleichmäßig leiser, aber nicht dunkler.
Für Elise zum Antippen
▶ Im Generator öffnen
Module: Oscillator, Filter, Verstärker (VCA), Step-Sequenzer, Tastatur, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Die Töne von „Für Elise“ stehen im Sequenzer, den Rhythmus spielt man selbst: Jeder Tastendruck holt den nächsten Ton. Welche Taste, ist egal.
Zum Ausprobieren
- Oben „Audio starten“, dann eine Taste der Rechnertastatur im Rhythmus der Melodie tippen. Das Lauflicht im Sequenzer zeigt, wo man gerade ist.
- Zwei Tasten im Wechsel spielen und die nächste drücken, bevor die vorige los ist: Die Pendelfigur e–dis–e klingt gebunden, die Hüllkurve schlägt nicht neu an.
- Eine Taste lange halten: Der Ton klingt leise weiter, bis man loslässt.
- BPM des Sequenzers verstellen: Es ändert sich nichts, das Tempo kommt von der Tastatur.
- Oktave des Grundtons im Sequenzer von 4 auf 5: dieselbe Melodie, eine Oktave höher.
So funktioniert es
GATE der Tastatur geht an zwei Ziele: an die Hüllkurve, die den Ton öffnet, solange die Taste gedrückt ist, und an SYNC des Sequenzers. Jeder Anschlag rückt ihn einen Schritt weiter, sein eigener Takt ruht. NOTE des Sequenzers stellt die Tonhöhe, NOTE der Tastatur bleibt frei. Alle 32 Schritte sind belegt, denn ein leerer Schritt brächte beim Tippen nur den vorigen Ton noch einmal. Damit das Thema hineinpasst, fehlt der zweiten Pendelfigur ihr Auftakt.
Glockenspiel
▶ Im Generator öffnen
Module: Oscillator, Ringmodulator, Verstärker (VCA), Hall, Tastatur, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Ein Glockenspiel aus Metallstäben: hell und klar im Anschlag, danach ein langer, reiner Nachklang. Gespielt wird zwei Oktaven hoch, ab C5. „Halten“ ist eingeschaltet, denn ein angeschlagener Stab schwingt frei aus, egal wie lange man die Taste drückt. Die Tastatur spielt einstimmig und ohne Anschlagstärke.
Zum Ausprobieren
- Oben „Audio starten“, dann auf der Rechnertastatur spielen, am besten kurz antippen.
- „Halten“ aus: Jetzt dämpft das Loslassen den Stab, wie eine Hand, die ihn festhält.
- Anteil des Ringmodulators auf 0: Es bleibt ein reiner Sinus, eher Flöte als Metall. Auf 100: Der Grundton verschwindet, der Klang wird schräg.
- Transponierung am Oscillator „B“ ändern: Aus dem Glockenspiel wird eine Kuhglocke, ein Gong oder ein Spielzeug.
- Decay der Hüllkurve „B“ auf 2,5: Das Metall klingt so lange nach wie der Grundton.
So funktioniert es
NOTE geht an zwei Oscillatoren, der zweite ist fast vier Oktaven höher gestimmt. Der Ringmodulator verrechnet beide zu den metallischen Obertönen. Zwei Hüllkurven teilen sich die Arbeit: Die kurze lässt die Obertöne verklingen, die lange den ganzen Ton.
Warum es nach Metall klingt
Eine Saite schwingt in ganzzahligen Vielfachen ihres Grundtons, das klingt harmonisch. Ein Metallstab nicht: Sein kräftigster Oberton liegt beim 2,76-Fachen, und das hört man als Metall.
Der Ringmodulator multipliziert zwei Töne. Heraus kommen ihre Summe und ihre Differenz. Der Oscillator „B“ liegt beim 3,76-Fachen des Grundtons, die Differenz landet also genau beim 2,76-Fachen, die Summe beim 4,76-Fachen. Bei Anteil 50 bleibt der Grundton zur Hälfte stehen.
Der VCA „B“ vor dem Ringmodulator lässt die Obertöne in einer knappen halben Sekunde verklingen, danach bleibt fast nur der Grundton. So klingt auch ein echter Stab: erst hell, dann rein.
Jazz-Orgel
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Module: Oscillator, Mixer, Verstärker (VCA), Verzerrer, LFO, Tastatur, Hüllkurve (ADSR), Mod-Mischer
Was es zeigt
Eine Jazz-Orgel nach Art der Hammond: drei Sinustöne als Zugriegel, die Perkussion im Anschlag, ein leichtes Zittern wie von einem drehenden Lautsprecher und der Modulationsstreifen als Schwellpedal. Ein Verzerrer am Ende raut sie an wie ein übersteuerter Verstärker. Die Tastatur spielt einstimmig, Akkorde gehen nicht.
Zum Ausprobieren
- Oben „Audio starten“, dann auf der Rechnertastatur spielen. Tasten verbunden gespielt: Die Perkussion klingt nur beim ersten Ton.
- Den Streifen nach links ziehen: Die Orgel wird leiser wie mit dem Schwellpedal. Ganz links bleibt ein Rest.
- Die Pegel der beiden Mixer ändern: Das sind die Zugriegel (siehe Notiz „Zugriegel“).
- Grundpegel des VCA „Perc“ auf 0: Der Anschlag verliert sein „Klock“. Decay der Hüllkurve „Perc“ auf 1: die langsame Perkussion.
- Tiefe des LFO auf 0: Das Zittern verschwindet. Frequenz auf 0,8: der langsam drehende Lautsprecher.
- Stärke am Verzerrer auf 0: die Orgel ohne Verzerrung, aus reinen Sinustönen.
- Stärke am Verzerrer auf 100: Die Orgel wird heller und rauer.
So funktioniert es
NOTE geht an vier Oscillatoren, jeder ist anders transponiert. Die Mixer zählen drei davon zusammen. Der vierte läuft durch einen eigenen VCA, dessen Hüllkurve kein Sustain hat: Er klingt nur im Anschlag kurz mit, das ist die Perkussion. Die Hüllkurve „Amp“ setzt ohne Anschwellen ein und endet fast sofort, wie bei einer Orgel. Der LFO bewegt die Tonhöhe aller vier ein wenig. Hinter dem VCA „Amp“ drückt der Verzerrer (Sättigung, Stärke 40) die Spitzen der Welle flach. Das gibt den reinen Sinustönen neue Obertöne. Der Streifen regelt über den Mod-Mischer die Lautstärke am Main Out; dessen Versatz lässt sie nie ganz verschwinden.
Zugriegel
Mixer 1: A ist 16′ (eine Oktave tiefer), B ist 8′ (der Grundton). Mixer 2: A bringt beide zusammen, B ist 5⅓′ (die Quinte darüber). Die Perkussion ist 2⅔′ (Oktave und Quinte darüber).
Alle drei voll ergibt die Jazz-Einstellung „888“. Nur 8′ klingt wie eine Flöte, ohne 16′ wird der Ton dünner.
Kirchenorgel
▶ Im Generator öffnen
Module: Oscillator, Filter, Mixer, Verstärker (VCA), Hall, Tastatur, Hüllkurve (ADSR), Mod-Mischer
Was es zeigt
Eine Kirchenorgel zum Selberspielen: drei Register, ein großer Kirchenraum als Hall und der Modulationsstreifen als Schwellpedal. Die Tastatur spielt einstimmig, Akkorde gehen nicht; die Fülle kommt aus dem Hall.
Zum Ausprobieren
- Oben „Audio starten“, dann auf der Rechnertastatur spielen. Nach dem Loslassen klingt der Raum noch Sekunden nach.
- Den Streifen nach links ziehen: Die Orgel wird leiser wie mit dem Schwellpedal. Ganz links bleibt ein Rest.
- Die Pegel der beiden Mixer ändern: Das sind die Register (siehe Notiz „Register“).
- Anteil des Halls auf 0: So klänge die Orgel ohne Kirche.
- Cutoff des Filters höher drehen: Die Pfeifen klingen schärfer.
So funktioniert es
NOTE geht an alle drei Oscillatoren, jeder ist anders transponiert. Die Mixer zählen sie zusammen, das Filter nimmt den Rechteckwellen die Schärfe. Die Hüllkurve lässt jeden Ton kurz anschwellen wie eine Pfeife, die anspricht. Der Streifen regelt über den Mod-Mischer die Lautstärke am Main Out; dessen Versatz lässt sie nie ganz verschwinden.
Register
Mixer 1: A ist Subbass 16′ (eine Oktave tiefer, weiches Dreieck), B ist Prinzipal 8′ (der Grundton). Mixer 2: A bringt beide zusammen, B ist Oktave 4′ (eine Oktave höher).
Nur 8′ klingt schlicht, mit 4′ heller und kräftiger, mit 16′ voller im Bass – wie beim Ziehen der Registerzüge.
Selbst spielen
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Module: Oscillator, Filter, Verstärker (VCA), Tastatur, Hüllkurve (ADSR), Sample & Hold
Was es zeigt
Ein einfacher Synthesizer zum Selberspielen: Tastatur, Oscillator, Filter, VCA und eine Hüllkurve. Dazu würfelt Sample & Hold bei jedem Anschlag eine etwas andere Helligkeit.
Zum Ausprobieren
- Oben „Audio starten“, dann Tasten anklicken oder auf der Rechnertastatur spielen (Belegung unter den Tasten).
- Wellenform wechseln: Sägezahn klingt hell, Sinus weich.
- Cutoff und Resonanz des Filters drehen.
- Attack und Release verlängern: Töne schwellen an und klingen nach.
- Tasten gebunden spielen: nur der erste Anschlag setzt die Hüllkurve neu an.
So funktioniert es
NOTE gibt dem Oscillator die Tonhöhe, GATE hält die Hüllkurve offen, solange eine Taste gedrückt ist. Der Klang läuft durch Filter und VCA zum Main Out.
Ein Ausgang, zwei Ziele
Die Hüllkurve öffnet zugleich den VCA (Lautstärke) und das Filter (Helligkeit): jeder Ton beginnt laut und hell und wird beim Halten dunkler.
Zum Hören: das Kabel von der Hüllkurve zum CV des Filters anklicken, es verschwindet. Die Töne werden dann beim Halten nicht mehr dunkler.
Jeder Anschlag anders
GATE der Tastatur stößt auch Sample & Hold an. Es hält bei jedem Anschlag einen neuen Zufallswert, der den Cutoff um bis zu 590 Hz verschiebt: Derselbe Ton klingt mal dumpfer, mal heller. Am CV des Filters addiert er sich zur Hüllkurve. Auch gebunden gespielt würfelt jede Taste neu, obwohl die Hüllkurve nicht neu ansetzt.
Zum Hören: Bereich am Sample & Hold auf 0, alle Anschläge klingen wieder gleich. Auf 100 wird der Unterschied groß.
Synth-Bass
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Module: Oscillator, Filter, Mixer, Verstärker (VCA), Verzerrer, Tastatur, Hüllkurve (ADSR), Mod-Mischer
Was es zeigt
Ein Bass aus dem Analog-Synthesizer: rund im Fundament, mit einem schmatzenden Filter im Anschlag. Ein Verzerrer am Ende raut ihn an. Gespielt wird eine Oktave tief, ab C2. Der Streifen ist ein Pitch-Bend: Er zieht den Ton bis zu einen Ganzton hoch oder runter und federt beim Loslassen zurück. Die Tastatur spielt einstimmig und ohne Anschlagstärke.
Zum Ausprobieren
- Oben „Audio starten“, dann auf der Rechnertastatur spielen.
- Gebunden spielen: Glide lässt die Töne ineinander rutschen, die Hüllkurven setzen nicht neu an.
- Einen Ton halten und am Streifen ziehen, dann loslassen.
- Resonanz des Filters auf 15: Der Anschlag quakt wie beim Acid-Bass.
- Pegel B des Mixers auf 0: Der Sub fällt weg, der Bass wird dünn.
- Anteil A des Mod-Mischers auf 100: Der Streifen biegt eine ganze Oktave.
- Stärke am Verzerrer auf 0: der Bass ohne Verzerrung, sauberer und leiser.
- Stärke am Verzerrer auf 100: Der Bass wird heller und rauer.
So funktioniert es
NOTE geht an zwei Oscillatoren: Sägezahn auf dem Ton, Rechteck eine Oktave tiefer. Der Mixer legt beide zusammen, das Filter macht sie dunkel. Die kurze Hüllkurve „Filter“ öffnet das Filter bei jedem Anschlag, „Amp“ regelt die Lautstärke am VCA. Hinter dem VCA drückt der Verzerrer (Sättigung, Stärke 60) die Spitzen der Welle flach. Das gibt neue Obertöne, die das Filter nicht mehr wegnimmt.
Pitch-Bend mit dem Streifen
Der Streifen steht auf ±1: Mitte ist 0, links −1, rechts +1. „Zurückfedern“ ist an, beim Loslassen springt er in die Mitte.
Am Eingang IN eines Oscillators wäre ±1 schon eine ganze Oktave. Der Mod-Mischer nimmt davon 17 %, das sind gut zwei Halbtöne, so weit wie das Rad an vielen Synthesizern.
Beide Oscillatoren hängen am selben Mischer, damit Säge und Sub gemeinsam biegen und nicht gegeneinander verstimmen.
Vibrato von Hand
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Module: Oscillator, Filter, Verstärker (VCA), Hall, LFO, Tastatur, Hüllkurve (ADSR), Oszilloskop
Was es zeigt
Ein Solo-Klang mit dem Modulationsstreifen der Tastatur: Je weiter rechts der Streifen steht, desto stärker das Vibrato und desto heller der Klang.
Zum Ausprobieren
- Oben „Audio starten“, dann auf der Rechnertastatur spielen und mit der Maus am Streifen ziehen.
- Einen Ton halten und den Streifen langsam nach rechts schieben: Das Vibrato wächst wie bei einer Geige.
- Zurückfedern an: Vibrato und Helligkeit gibt es nur, solange der Streifen gehalten wird.
- Glide verlängern: Die Töne gleiten ineinander.
- Frequenz des LFO ändern: Das Vibrato wird schneller oder langsamer. Tiefe begrenzt seine Stärke.
So funktioniert es
Die Tastatur gibt dem Oscillator die Tonhöhe (NOTE) und öffnet die Hüllkurve (GATE). Der LFO schwingt ständig, aber erst der Streifen an seinem Eingang DEPTH lässt ihn wirken: bei 0 kein Vibrato, bei 1 so viel, wie der Regler Tiefe erlaubt. Das Oszilloskop zeigt den LFO hinter dem Streifen.
Ein Streifen, zwei Ziele
Der Ausgang MOD des Streifens geht an DEPTH des LFO (Vibrato) und an den CV des Filters (Helligkeit).
Zum Hören einzeln: ein Kabel anklicken, es verschwindet. Strg+Z holt es zurück.
Western-Klavier
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Module: Oscillator, Filter, Mixer, Verstärker (VCA), Hall, Tastatur, Hüllkurve (ADSR), Mod-Mischer
Was es zeigt
Ein verstimmtes Saloon-Klavier wie im Western: Jeder Ton kommt aus drei Oscillatoren, so wie eine Klaviertaste drei Saiten anschlägt. Die Saiten sind nicht mehr gleich gestimmt, ihre Schwebung macht den wabernden „Honky-Tonk“-Klang. Die Tastatur spielt einstimmig und ohne Anschlagstärke, jede Taste klingt gleich laut.
Zum Ausprobieren
- Oben „Audio starten“, dann auf der Rechnertastatur spielen. Ein gehaltener Ton fällt erst schnell ab und klingt dann leise weiter, beim Loslassen verstummt er.
- Den Streifen ganz nach links ziehen: Das Klavier ist frisch gestimmt. Nach rechts wird es immer schiefer.
- Sustain der Hüllkurve auf 0: Gehaltene Töne verklingen ganz.
- Cutoff des Filters senken und Resonanz zurückdrehen: Aus dem alten Saloon-Klavier wird ein weiches.
- Anteil des Halls erhöhen: Aus dem Saloon wird ein großer Tanzsaal.
So funktioniert es
NOTE geht an alle drei Oscillatoren. „1“ und „3“ bekommen über je einen Mod-Mischer einen kleinen Teil des Streifens dazu, einer nach oben, einer nach unten (Anteil +2 und −2 %), bis zu 24 Cent. Die Hüllkurve öffnet VCA und Filter beim Anschlag und schließt sie schnell bis auf einen Rest: Jeder Ton beginnt hell und laut und klingt dunkler und leiser nach.
Die Schwebung
Zwei fast gleich hohe Töne verstärken sich abwechselnd und löschen sich aus: Die Lautstärke pulsiert. Bei a′ und 14 Cent Abstand knapp viermal pro Sekunde, in der Höhe schneller. Mit drei Saiten schweben drei Paare zugleich, die äußeren doppelt so schnell – daher das unruhige Wabern.
Beim echten Klavier hat jede Taste in der Mitte und oben drei Saiten. Sind sie nicht mehr gleich gestimmt, entsteht genau dieser Klang.
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Melodien
Bekannte Melodien, gespielt von Step-Sequenzern, einige zweistimmig.
Bruder Jakob (Kanon)
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Module: Oscillator, Mixer, Verstärker (VCA), Hall, Step-Sequenzer, Takt, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Bruder Jakob als Kanon: Zwei Stimmen spielen dieselbe Melodie, die zweite setzt zwei Takte später ein, eine Oktave tiefer. Damit sie nie auseinanderlaufen, gibt ein einziger Takt beiden Sequenzern den Schritt vor.
Zum Ausprobieren
- Das Kabel von ÷A zum Sequenzer „2“ anklicken, es verschwindet: Stimme 2 läuft mit ihren eigenen 100 BPM in Sechzehnteln weiter, doppelt so schnell. Das Kabel wieder anlegen: Sie rastet ein, und der Kanon stimmt wieder.
- BPM am Takt auf 140: Beide Stimmen werden schneller und bleiben zwei Takte auseinander.
- Transponierung am Oscillator „2“ auf 12: Beide Stimmen in derselben Lage, wie wenn eine Gruppe den Kanon singt. Die Einsätze sind schwerer herauszuhören.
So funktioniert es
Der Takt läuft mit 100 BPM und zählt Sechzehntel. ÷A (÷2) gibt jede Achtel einen Impuls an den SYNC-Eingang beider Sequenzer: Ein Schritt ist hier eine Achtel, die 64 Schritte sind die acht Takte des Lieds. Beide rasten auf denselben Schritt ein, deshalb steht die Melodie im Sequenzer „2“ um 16 Schritte verschoben; was hinten herausfällt, steht vorn. Beim Start setzt Stimme 2 so mitten im Lied ein, danach folgt sie Stimme 1 immer zwei Takte später. Die Hüllkurven haben kein Sustain, jeder Ton klingt aus wie bei einer Spieluhr. Der Mixer setzt Stimme 1 etwas nach links, Stimme 2 nach rechts (Pan L 40 und R 40) und führt beide in den Hall.
Für Elise
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Module: Oscillator, Filter, Verstärker (VCA), Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Ein ganzes Klavierstück aus einem einzigen Sequenzer: 128 Schritte, die Notenlängen ergeben sich aus den Abständen. Die Fassung mit Begleitung steht als „Für Elise (zweistimmig)“ daneben.
Zum Ausprobieren
- Grundton im Sequenzer von A auf C: dieselbe Melodie, tiefer und in c-Moll. Jeder Schritt speichert nur den Abstand zum Grundton.
- Legato an und Gatelänge 100 %: Die schnellen Wechsel wie e–dis–e werden gebunden, die Hüllkurve schlägt dort nicht neu an.
- Wellenform des Oscillators von Dreieck auf Sägezahn: heller und schärfer, aus dem Klavier wird ein Cembalo.
So funktioniert es
Der Sequenzer läuft mit 132 BPM, ein Schritt ist eine Sechzehntel. Aktive Schritte direkt nacheinander ergeben die hastige Pendelfigur, Lücken die längeren Töne dazwischen. Die 128 Schritte enthalten das Thema zweimal. Der NOTE-Ausgang stellt die Tonhöhe des Oscillators, GATE löst die Hüllkurve aus. Ein Dreieck, ein Tiefpass bei 3000 Hz und eine Hüllkurve mit schnellem Anschlag, die in 0,3 s auf Sustain 0,1 abfällt: Jeder Ton setzt kräftig ein und klingt leise weiter wie eine angeschlagene Saite.
Für Elise (zweistimmig)
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Module: Oscillator, Filter, Mixer, Verstärker (VCA), Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Melodie und Begleitung aus zwei Sequenzern, die im Gleichschritt laufen. Erst die gebrochenen Dreiklänge darunter machen die Harmonie hörbar.
Zum Ausprobieren
- Pegel B des Mixers auf 0 und wieder auf 60: ohne Begleitung nur eine Melodie, mit ihr das Klavierstück.
- BPM am Sequenzer „Bass“ von 132 auf 130: Die beiden Stimmen laufen langsam auseinander. Darum müssen beide dasselbe Tempo haben.
- Wellenform am Oscillator „Bass“ von Dreieck auf Sägezahn: Ohne Filter wird die Begleitung scharf und drängt sich vor. Deshalb klingt sie als Dreieck.
So funktioniert es
Die Melodie ist dieselbe wie in „Für Elise“: Sequenzer, Dreieck, Tiefpass, Hüllkurve und VCA. Darunter eine zweite, vollständige Stimme: Der Sequenzer „Bass“ hat 64 Schritte und spielt zwei Oktaven tiefer einen gebrochenen Dreiklang im Viertelpuls, a-Moll und unter der Phrase e–gis–h–c E-Dur. Er läuft unter den 128 Melodieschritten zweimal durch. Beim Start beginnen alle Sequenzer im selben Moment und rücken je Schritt eine Sechzehntel vor, bei gleichem BPM bleiben sie zusammen. Der Mixer führt beide Stimmen zusammen, die Melodie etwas links, die Begleitung etwas rechts (Pan L 25 und R 25) und mit Pegel 60: Sie trägt die Harmonie, führen soll die Melodie.
In der Halle des Bergkönigs
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Module: Oscillator, Filter, Verstärker (VCA), Delay (Echo), Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Ein Thema, das aus einer einzigen, ständig wiederholten Figur besteht, wie gemacht für einen Sequenzer. Gezupft im Staccato, mit einem kurzen Echo als Halle. Mit Bass als „… (zweistimmig)“ daneben.
Zum Ausprobieren
- BPM während des Abspielens langsam von 116 auf 200 ziehen: Wie im Original wird die Figur immer schneller.
- Decay der Hüllkurve von 0,14 auf 0,5: Die Töne klingen bis zum nächsten, aus dem Zupfen wird ein Streichen.
- Anteil des Delays auf 0: Die Halle verschwindet, das Thema klingt trocken und klein.
So funktioniert es
Der Sequenzer spielt mit 116 BPM auf jedem zweiten Schritt, also in Achteln. Die vier Takte des Themas laufen über die 128 Schritte zweimal. Grundton ist ein tiefes H. Ein Dreieck geht durch einen Tiefpass bei 1200 Hz in einen VCA. Die Hüllkurve hat kein Sustain: Sie fällt in 0,14 s auf null, jeder Ton bricht kurz nach dem Anschlag ab. Dahinter wiederholt ein Delay das Signal nach 0,28 s mit Rückkopplung 35 %, leise beigemischt: Es deutet einen Raum an.
In der Halle des Bergkönigs (zweistimmig)
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Module: Oscillator, Filter, Mixer, Verstärker (VCA), Delay (Echo), Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Das Thema mit einem Bass, der darunter durchstampft. Erst der gleichmäßige Puls gibt der Figur den marschierenden Charakter.
Zum Ausprobieren
- Kabel vom CLOCK-Ausgang des Sequenzers „Lead“ zum SYNC-Eingang des Sequenzers „Bass“ ziehen, dann BPM am Sequenzer „Lead“ langsam auf 200: Der Bass folgt, beide werden schneller.
- Wellenform am Oscillator „Bass“ von Sägezahn auf Dreieck: Der Bass verschwindet fast. Erst die Obertöne des Sägezahns tragen ihn durch.
- Rückkopplung des Delays von 32 auf 70: Das Echo hinter dem Mixer erfasst beide Stimmen, die Halle wird zur Echokammer.
So funktioniert es
Die Melodie ist dieselbe wie im einstimmigen Eintrag. Der Sequenzer „Bass“ läuft mit demselben BPM eine Oktave tiefer und springt im Viertelpuls zwischen Grundton und Oktave. Unter dem vierten Takt wechselt er auf Fis, die Spannung vor der Wiederholung. Unter den Tönen Eis und C bleibt er liegen, die Reibung ist gewollt. Bass: Sägezahn mit kurzer Hüllkurve ohne Sustain am VCA. Der Mixer führt beide Stimmen zusammen, die Melodie etwas links, den Bass etwas rechts (Pan L 25 und R 25) und mit Pegel 70, und gibt sie an das Delay.
Korobeiniki (Volksweise)
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Module: Oscillator, Filter, Verstärker (VCA), Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Ein russisches Volkslied, weltweit bekannt aus Tetris, im Klang alter Handhelds: Rechteck, knapper Anschlag. Die Notenlängen kommen aus dem Legato. Mit Bass als „Korobeiniki (zweistimmig)“.
Zum Ausprobieren
- Legato im Sequenzer aus: Jeder Schritt schlägt neu an, aus Vierteln und Achteln wird ein Rattern in Sechzehnteln.
- Sustain der Hüllkurve von 0,35 auf 0: Lange Töne verklingen, bevor sie zu Ende sind. Nur das Sustain hält sie.
- Cutoff des Filters von 2600 auf 8000: Das Rechteck klingt rauer und näher am Original.
So funktioniert es
Der Sequenzer läuft mit 144 BPM, Legato an, Gatelänge 100 %. Eine Note füllt so viele Schritte, wie sie lang ist, bis auf den letzten: Der bleibt frei, damit die nächste Note neu anschlägt. Legato bindet die gefüllten Schritte zu einem Gate, die Hüllkurve schlägt einmal an und hält dann Sustain 0,35 bis zum Ende der Note. Eine Viertel sind vier Schritte, eine Achtel zwei. Ein Rechteck geht durch einen leicht angesetzten Tiefpass in den VCA.
Korobeiniki (zweistimmig)
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Module: Oscillator, Filter, Mixer, Verstärker (VCA), Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Korobeiniki mit Basslinie, so wie in den bekannten Spielfassungen. Der Bass macht die Harmoniewechsel hörbar, die die Melodie nur andeutet.
Zum Ausprobieren
- Pegel B des Mixers auf 0 und wieder auf 75: ohne Bass fehlt der Wechsel nach d-Moll im zweiten Teil.
- Wellenform am Oscillator „Bass“ von Dreieck auf Rechteck: Der Bass wird rau und drängt nach vorn.
- Transponierung am Oscillator „Bass“ auf 12: Der Bass rückt in die Lage der Melodie, die Stimmen verschwimmen.
So funktioniert es
Die Melodie ist dieselbe wie im einstimmigen Eintrag: Legato und Gatelänge 100 % machen die Notenlängen. Der Sequenzer „Bass“ läuft mit denselben 144 BPM eine Oktave tiefer, im Viertelpuls zwischen Grundton und Quinte: a-Moll, E-Dur, wieder a-Moll, im zweiten Teil d-Moll und dann zurück. Puls (25 %) oben, Dreieck unten: So waren die Tonerzeuger früher Spielkonsolen aufgeteilt. Der Mixer führt beide zusammen, die Melodie etwas links, den Bass etwas rechts (Pan L 25 und R 25) und mit Pegel 75.
Stille Nacht
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Module: Oscillator, Filter, Mixer, Ringmodulator, Verstärker (VCA), Hall, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Glocken und Orgel in einer Kirche, mit Vorspiel und Ausklang. Aufbau wie beim Westminster-Glockenschlag.
Zum Ausprobieren
- Am Oscillator „B“ Transponierung von 18 auf 12 und Feinstimmung von −40 auf 0: Die Glocke klingt sauber wie eine Orgelpfeife.
- Legato am Sequenzer „Bass“ aus: Die Orgel schlägt jede Sechzehntel neu an und tuckert.
- Anteil des Halls von 35 auf 0: Die Kirche verschwindet.
So funktioniert es
Glocken: zwei Sinusse auf derselben Note, einer 18 Halbtöne minus 40 Cent höher. Das Verhältnis 2,75 ergibt unharmonische Teiltöne wie bei echten Glocken. Der Ringmodulator multipliziert sie zu 55 %. Orgel: Rechteck hinter einem Tiefpass bei 700 Hz, je Takt ein Basston, Legato bindet die Schritte. Ein 6/8-Takt sind zwölf Schritte, darum 256. Dahinter Mixer und Hall.
Westminster-Glockenschlag
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Module: Oscillator, Filter, Mixer, Ringmodulator, Verstärker (VCA), Hall, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Die bekannte Stundenfolge vom Glockenturm: vier Wechsel aus vier Tönen, dann drei tiefe Stundenschläge, unter allem eine Orgel.
Zum Ausprobieren
- Anteil des Ringmodulators von 70 auf 100: Der Grundton fehlt, die Tonhöhe der Glocken ist kaum noch zu erkennen.
- Pegel B des Mixers auf 0: nur die Glocken, wie vom Turm herüber.
- Dauer des Halls von 4,5 auf 8: Die Schläge klingen ineinander, wie in einer großen Kirche.
So funktioniert es
Glocken: Dreieck und Sinus auf derselben Note, der Sinus 18 Halbtöne minus 40 Cent höher, Verhältnis 2,75 wie die Teiltöne echter Glocken. Der Ringmodulator multipliziert sie zu 70 %, die übrigen 30 % halten den Grundton. Orgel: Rechteck hinter einem Tiefpass, je Wechsel ein Basston. Legato bindet die Schritte, ein freier Schritt lässt sie atmen. Dahinter Mixer und Hall.
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Bass & Lead
Bässe und Leadsounds: Filter mit Resonanz, Frequenzmodulation, viele verstimmte Stimmen.
Acid Bass
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Module: Oscillator, Filter, Verstärker (VCA), Verzerrer, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Ein Bass, bei dem das Filter die Hauptrolle spielt: hohe Resonanz, und jeder Anschlag öffnet den Cutoff kurz. Daraus entsteht das Quaken des Acid. Ein Verzerrer am Ende macht es rau.
Zum Ausprobieren
- Cutoff auf 1000: Der Anschlag öffnet weiter, der Bass wird heller und schmatzt stärker.
- Resonanz auf 2: Das Quaken verschwindet, ein dumpfer Bass bleibt.
- Wellenform auf Rechteck: hohler, mit derselben Filterbewegung.
- Stärke am Verzerrer auf 0: der Bass ohne Verzerrung, sauberer und leiser.
- Art am Verzerrer auf Falten: Die lauten Anschläge klappen um und klingen metallisch.
- „Würfeln“ am Sequenzer: eine neue Basslinie, nur aus Tönen der Moll-Pentatonik, die dort als Tonleiter eingestellt ist. Rückgängig holt die alte zurück.
- Zufall am Sequenzer auf 30: Einzelne Töne fallen aus, gebundene Läufe immer ganz, in jedem Durchlauf andere.
- Glide auf 0: Die gebundenen Töne springen, statt zu rutschen.
So funktioniert es
Ein Sägezahn läuft durch einen Tiefpass bei 350 Hz mit Resonanz 15, die die Frequenzen am Cutoff stark anhebt. Eine Hüllkurve (Decay 0,16 s, Sustain 0,3) steckt an zwei Zielen: Am Filter zieht sie den Cutoff bei jedem Anschlag auf rund 680 Hz und lässt ihn zurückfallen, am VCA macht sie aus jedem Ton einen kurzen Schlag. Der Sequenzer springt vom Grundton C2 in die Oktave, auf kleine Terz, Quinte und kleine Septime. Legato bindet direkt aufeinanderfolgende Schritte: Die Hüllkurve schlägt nur beim ersten an und hält danach das Sustain, Glide 0,06 s lässt den Ton hinüberrutschen wie beim Slide der TB-303. So rutscht der Bass zweimal pro Durchlauf zur Terz oder Quinte und zurück. Hinter dem VCA drückt der Verzerrer (Sättigung, Stärke 50) die Spitzen der Welle flach. Das gibt neue Obertöne und hebt Leises an: Die gebundenen Töne klingen fast so laut wie der Anschlag.
E-Piano (FM)
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Module: Oscillator, Verstärker (VCA), Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Ein E-Piano aus FM-Synthese: glockig im Anschlag, danach ein fast reiner Ton. Der Sequenzer spielt vier Akkorde als Arpeggio: Cmaj7, Am7, Dm7, G7.
Zum Ausprobieren
- FM-Tiefe 180 auf 400: Der Anschlag wird hart und metallisch.
- Decay der Hüllkurve „Mod“ auf 0,1: Der Biss wird zum Klick, das Piano klingt weich und dumpf.
- Transponierung am Oscillator „Mod“ auf 12: Verhältnis 1 : 2, der Klang wird hohl.
So funktioniert es
Der Sequenzer spielt beiden Oscillatoren dieselbe Note. Der Oscillator „Mod“ läuft über den VCA „Mod“ in den FM-Eingang des anderen und verbiegt dessen Frequenz im Takt der Schwingung. Im Verhältnis 1 : 1 entstehen so harmonische Obertöne. Wie viele, bestimmt die Hüllkurve „Mod“: Beim Anschlag springt sie hoch und fällt in 0,5 s auf ein Zehntel, der Ton wird rasch reiner. Die Hüllkurve „Amp“ formt am VCA „Amp“ die Lautstärke. Feinstimmung +3 am Oscillator „Mod“ lässt die Klangfarbe leicht wandern.
FM-Bass
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Module: Oscillator, Verstärker (VCA), Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Ein knurrender Bass aus FM-Synthese: ein heftiger Biss beim Anschlag, danach ein runder, fast reiner Ton. Eine Bassfigur in E mit Oktavsprung.
Zum Ausprobieren
- FM-Tiefe 400 auf 150: Der Biss wird weich, fast ein reiner Sinusbass.
- Decay der Hüllkurve „Mod“ auf 0,5: Das Knurren zieht sich durch jeden Ton.
- Sustain derselben Hüllkurve auf 0: Nach dem Biss bleibt ein reiner Sinus.
So funktioniert es
Der Sequenzer spielt beiden Oscillatoren dieselbe Note. Der Oscillator „Mod“ läuft über den VCA „Mod“ in den FM-Eingang des anderen und verbiegt dessen Frequenz. Die Hüllkurve „Mod“ schlägt kurz und heftig zu: Mit FM-Tiefe 400 schwankt die Frequenz beim Anschlag um das Vierfache des Tons, nach 0,15 s nur noch um das 0,4-Fache. Viel Hub heißt viele Obertöne, daher der Biss. Die Hüllkurve „Amp“ formt am VCA „Amp“ die Lautstärke.
FM-Blech
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Module: Oscillator, Verstärker (VCA), LFO, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Blechbläser aus FM-Synthese: Jeder Ton wird beim Einsatz heller, wie bei einer Trompete, durch die mehr Luft geht. Lange Töne bekommen erst nach dem Einsatz ein Vibrato. Eine Fanfare in C.
Zum Ausprobieren
- Attack der Hüllkurve „Mod“ auf 0: Der Ton ist sofort hell, das weiche Ansetzen fehlt.
- FM-Tiefe 300 auf 150: dunkler, eher Horn als Trompete.
- Attack der Hüllkurve „Vibrato“ auf 0: Das Vibrato ist vom ersten Moment an da, der Einsatz klingt unruhig.
So funktioniert es
Der Sequenzer spielt beiden Oscillatoren dieselbe Note, mit Legato über mehrere Schritte gehalten. Der Oscillator „Mod“ läuft über den VCA „Mod“ in den FM-Eingang des anderen und verbiegt dessen Frequenz. Die Hüllkurve „Mod“ steigt in 0,08 s an und bleibt dann hoch (Sustain 0,7): Mit FM-Tiefe 300 schwankt die Frequenz im gehaltenen Ton um rund das Doppelte des Tons, das gibt viele Obertöne, also Blech. Die Lautstärke steigt schneller (0,04 s), deshalb setzt jeder Ton erst weich und dann hell ein. Die Hüllkurve „Vibrato“ öffnet in 0,22 s den Eingang DEPTH des LFO, der beide Tonhöhen um ±36 Cent bewegt.
Harmonie-Lead
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Module: Oscillator, Filter, Mixer, Verstärker (VCA), LFO, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Zweistimmig aus einer einzigen Melodie: Ein zweiter Oscillator spielt dieselben Noten eine Quinte höher. Dazu ein Vibrato, das beide gleich bewegt.
Zum Ausprobieren
- Pegel B auf 0: nur die Melodie, zum Vergleich.
- Transponierung am Oscillator „2“ von 7 auf 4: eine große Terz statt der Quinte. Auf einigen Tönen klingt das schief, weil die Melodie in Moll läuft.
- Kabel vom LFO zum Oscillator „2“ anklicken, es verschwindet: Nur die Melodie schwankt noch, das Intervall wackelt.
So funktioniert es
Der NOTE-Ausgang des Sequenzers geht an beide Oscillatoren. Der zweite ist 7 Halbtöne höher gestimmt, dazu 5 Cent, damit er nicht wie ein starr angeklebter Oberton wirkt. Die Quinte passt auf jeder Stufe, eine feste Terz wäre mal groß, mal klein. Der Mixer nimmt die zweite Stimme auf 55 % zurück und setzt sie rechts neben die Melodie (Pan R 50). Der LFO (5,5 Hz, ±48 Cent) geht an beide Pitch-Eingänge, deshalb bleibt der Abstand beim Vibrato genau. Filter, Hüllkurve und VCA formen beide Stimmen gemeinsam.
Plucky Arp
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Module: Oscillator, Verstärker (VCA), Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Ein gezupfter Klang ganz ohne Filter: Nur die Hüllkurve macht aus einem Dreieck den Anschlag. Der Sequenzer spielt auf jedem Schritt einen Ton des C-Dur-Dreiklangs.
Zum Ausprobieren
- Sustain auf 1: Aus dem Zupfen wird ein durchgehender Ton wie an einer Orgel.
- Wellenform Sägezahn: heller und schärfer, fast ein Cembalo.
- Grundton von C3 auf C5: eine Spieldose.
- „Würfeln“ am Sequenzer: neue Töne aus der Dur-Pentatonik. Kein Dreiklang mehr, aber es passt immer zusammen.
- Zufall am Sequenzer auf 30: Etwa jeder dritte Ton fällt aus, das Arpeggio stolpert, in jedem Durchlauf anders.
So funktioniert es
Der Dreieck läuft direkt in den VCA, die Hüllkurve steuert dessen Pegel. Attack 0, Decay 0,1 s, Sustain 0: Jeder Ton springt auf voll und ist nach 0,1 s verklungen, ein Zupfer. Bei 125 BPM kommt alle 0,12 s ein Schritt, dazwischen bleibt eine winzige Lücke. Das Muster läuft C, E, G, c auf und ab, in der zweiten Hälfte bis zum e darüber.
Supersaw Lead
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Module: Oscillator, Filter, Mixer, Verstärker (VCA), Verzerrer, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Zwei Sägezähne auf derselben Melodie, um 20 Cent gegeneinander verstimmt: das Prinzip des Supersaw, ein breiter, schwebender Lead. Im Original sind es sieben Sägezähne. Am Ende drückt ein Verzerrer den lauten Anschlag jedes Tons zusammen.
Zum Ausprobieren
- Pegel B auf 0: nur ein Sägezahn, der Klang wird schmal.
- Feinstimmung am Oscillator „1“ von −9 auf −25, am „2“ von +11 auf +25: noch breiter, bis es leicht verstimmt klingt.
- Cutoff auf 6000: heller und schneidender.
- Pan A und B des Mixers auf M: Beide Sägezähne kommen aus der Mitte, der Klang wird schmaler.
- Stärke am Verzerrer auf 0: der Lead ohne Sättigung, der Anschlag jedes Tons sticht wieder hervor.
- Stärke am Verzerrer auf 100: Die Töne stehen fast ohne Anschlag, der Lead wird lauter und etwas breiter.
So funktioniert es
Beide Oscillatoren bekommen die Note vom Sequenzer. Weil ihre Frequenzen minimal auseinanderliegen, laufen die Wellen langsam gegeneinander, mal verstärken, mal schwächen sie sich. Diese Schwebung macht den Klang breit: am Grundton 1,5- bis 3-mal pro Sekunde, bei den Obertönen entsprechend schneller. Der Mixer legt beide gleich laut zusammen, einen links, einen rechts (Pan L 70 und R 70): Die Schwebung wandert so auch zwischen den Ohren. Tiefpass (2500 Hz, Resonanz 3) und die Hüllkurve am VCA formen den Ton. Der Verzerrer (Sättigung, Stärke 30) sitzt hinter dem VCA: Den Anschlag bekommt er mit vollem Pegel, den gehaltenen Ton nur mit halbem (Sustain 0,5). Deshalb drückt er vor allem den Anschlag flach.
Wobble Bass
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Module: Oscillator, Filter, Verstärker (VCA), Verzerrer, LFO, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Ein Bass, bei dem ein LFO das Filter auf- und zuzieht: das Wabern des Wobble-Bass. Eine Hüllkurve lässt es in jedem Ton erst anschwellen. Ein Verzerrer am Ende macht daraus ein Knurren.
Zum Ausprobieren
- Attack der Hüllkurve „LFO“ auf 0: Das Wabern ist vom Anschlag an voll da, auch in den kurzen Tönen.
- LFO-Frequenz auf 9,33: Das Wabern läuft doppelt so schnell, in Sechzehnteln.
- Grundton von C1 auf C2: eine Oktave höher, auf kleinen Lautsprechern deutlich besser zu hören.
- Stärke am Verzerrer auf 0: der Bass ohne Verzerrung, weicher und lauter.
- Stärke am Verzerrer auf 100: Die Welle klappt mehrfach um, der Bass wird schrill.
- Art am Verzerrer auf Stufen: Diese Art der Verzerrung verändert den Klang deutlich.
So funktioniert es
Ein Rechteck auf C1 (33 Hz) läuft durch einen Tiefpass bei 500 Hz mit Resonanz 8. Der LFO steckt am CV des Filters und zieht den Cutoff im Tempo der Achtel (4,67 Hz bei 140 BPM) zwischen rund 210 und 790 Hz hin und her. Die Resonanz hebt die Frequenz am Cutoff an, deshalb klingt die Bewegung wie „Wa-wa“. Die Hüllkurve „LFO“ steckt an DEPTH des LFO und öffnet ihn in 0,3 s: Im langen C schwillt das Wabern an, in den kurzen Tönen G und F bleibt es schwächer. Legato hält die Töne über mehrere Schritte, die Hüllkurve „Amp“ hält sie auf Sustain 0,7. Hinter dem VCA klappt der Verzerrer (Falten, Stärke 70) die Spitzen der Welle zurück. Das gibt Obertöne weit über dem Cutoff, und sie ändern sich mit jeder Bewegung des Filters.
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Rhythmus
Schlagzeug aus Oscillator, Rauschen und Hüllkurven, Polyrhythmen und Pumpen im Takt.
Drum Kit
▶ Im Generator öffnen
Module: Oscillator, Rauschen, Filter, Mixer, Verstärker (VCA), Verzerrer, Hall, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Ein Schlagzeug nur aus Oscillator, Rauschen und Hüllkurven: Bassdrum, Hi-Hat und Snare, jede mit eigenem Sequenzer. Die Bassdrum läuft durch einen Verzerrer, die Snare klingt im Hall, zwei Mixer führen alles zusammen. Ohne Snare, mit der Bassdrum auf jeder Viertel, steht es als „Four on the Floor“ daneben.
Zum Ausprobieren
- Kabel von der Hüllkurve „Kick“ zum Oscillator anklicken, es verschwindet: Die Tonhöhe fällt nicht mehr, aus der Bassdrum wird ein dumpfes Plopp.
- Stärke am Verzerrer auf 0: die Bassdrum ohne Verzerrung, nur der tiefe Sinus.
- Stärke am Verzerrer auf 100: Die Bassdrum wird heller und härter.
- Decay der Hüllkurve „Hi-Hat“ auf 0,2: Aus der geschlossenen Hi-Hat wird eine offene.
- Zufall am Sequenzer „Hi-Hat“ auf 0: Die Hi-Hat schlägt in jedem Takt gleich, auf allen sechs Schritten.
- Dauer des Halls auf 4: Die Snare klingt wie in einer Halle, Bassdrum und Hi-Hat bleiben trocken.
So funktioniert es
Bassdrum: Ein Sinus mit 55 Hz läuft durch einen VCA. Seine Hüllkurve (Decay 0,09 s, Sustain 0) steckt an zwei Zielen: Am IN des Oscillators hebt sie den Ton beim Anschlag um eine Oktave auf 110 Hz und lässt ihn in 90 ms auf 55 Hz fallen, am VCA macht sie daraus einen kurzen Schlag. Der Fall der Tonhöhe gibt der Bassdrum den Druck. Hinter dem VCA drückt der Verzerrer (Sättigung, Stärke 60) die Spitzen des Sinus flach: Das gibt der Bassdrum Obertöne, mit denen sie auch auf kleinen Lautsprechern zu hören ist. Hi-Hat und Snare teilen sich ein Rauschen: Ein Hochpass bei 6000 Hz lässt für die Hi-Hat nur das Zischen durch, einer bei 1000 Hz lässt der Snare mehr Körper. Die Bassdrum schlägt auf 1 und 3, die Snare auf 2 und 4, die Hi-Hat auf den Sechzehnteln dazwischen: Auf den Schlägen der anderen beiden setzt sie aus, zusammen wären sie zu laut. Zufall 25 am Sequenzer „Hi-Hat“ lässt im Mittel jeden vierten ihrer Schläge ausfallen, in jedem Takt andere.
Zwei Mixer
Der Mixer „Submix“ für Bassdrum und Hi-Hat (Hi-Hat auf Pegel 55, mit Pan R 30 etwas rechts) bildet eine Untergruppe. Sein Ausgang steckt an B des Mixers vor dem Main Out, an A kommt die Snare aus dem Hall.
Zum Hören: Pegel B dieses Mixers auf 0, nur die Snare bleibt. Ein Regler macht Bassdrum und Hi-Hat gemeinsam leiser, ihr Verhältnis bleibt.
Four on the Floor
▶ Im Generator öffnen
Module: Oscillator, Rauschen, Filter, Mixer, Verstärker (VCA), Verzerrer, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Ein Schlagzeug nur aus Oscillator, Rauschen und Hüllkurven: Bassdrum und Hi-Hat, jede mit eigenem Sequenzer. Die Bassdrum auf jeder Viertel gibt dem Muster seinen Namen; ein Verzerrer faltet ihre Welle und gibt dem Anschlag Obertöne. Mit Snare, Hall und zwei Mixern steht es als „Drum Kit“ daneben.
Zum Ausprobieren
- Kabel von der Hüllkurve „Kick“ zum Oscillator anklicken, es verschwindet: Die Tonhöhe fällt nicht mehr, die Bassdrum verliert ihren Druck.
- Stärke am Verzerrer auf 0: die Bassdrum ohne Verzerrung, nur der tiefe Sinus.
- Stärke am Verzerrer auf 100: Der Sinus klappt mehrfach um, der Anschlag wird hell und scharf.
- Art am Verzerrer auf Sättigung: Die Spitzen werden flach gedrückt statt umgeklappt, wie im „Drum Kit“.
- Decay der Hüllkurve „Hi-Hat“ auf 0,2: Aus der geschlossenen Hi-Hat wird eine offene.
- Im Sequenzer „Hi-Hat“ alle Schritte außer 3 und 7 ausschalten: Die Hi-Hat sitzt zwischen den Schlägen der Bassdrum, der Rhythmus beginnt zu pendeln.
So funktioniert es
Bassdrum: Ein Sinus mit 55 Hz läuft durch einen VCA. Seine Hüllkurve (Decay 0,09 s, Sustain 0) steckt an zwei Zielen: Am IN des Oscillators hebt sie den Ton beim Anschlag um eine Oktave auf 110 Hz und lässt ihn in 90 ms auf 55 Hz fallen, am VCA macht sie daraus einen kurzen Schlag. Der Fall der Tonhöhe gibt der Bassdrum den Druck. Hinter dem VCA faltet der Verzerrer (Falten, Stärke 60) den Sinus: Solange der Schlag laut ist, klappen seine Spitzen um und es entstehen Obertöne, im Ausklang bleibt der reine Sinus. Hi-Hat: Von weißem Rauschen lässt ein Hochpass bei 6000 Hz nur das Zischen durch, eine Hüllkurve mit 40 ms Decay schaltet es. Beide Sequenzer laufen mit 120 BPM und acht Schritten, die Bassdrum auf jeder Viertel, die Hi-Hat auf den Sechzehnteln dazwischen: Auf den Schlägen der Bassdrum setzt sie aus, zusammen wären beide zu laut. Der Mixer führt beide zusammen, die Hi-Hat mit Pegel 70 und etwas rechts (Pan R 30).
Gated Snare
▶ Im Generator öffnen
Module: Rauschen, Filter, Verstärker (VCA), Hall, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Der Trommelklang der 80er: eine Snare in einem großen Hall, den ein Tor hart abschneidet (Gated Reverb).
Zum Ausprobieren
- Release der Hüllkurve „Gate“ (am VCA hinter dem Hall) von 0,03 auf 1: Das Tor schließt langsam, der Hall klingt natürlich aus.
- Gatelänge auf 50 %: Das Tor schließt früher, vom Hall bleibt ein kurzes Zischen.
- Anteil des Halls auf 0: nur die trockene Snare, lauter, aber kurz und dünn. Den Klang macht erst der abgeschnittene Raum.
So funktioniert es
Weißes Rauschen durch einen Hochpass bei 900 Hz, dazu eine kurze Hüllkurve (Decay 0,2 s) am VCA „Snare“: Das ist die Snare. Sie läuft in einen Hall mit 2,5 s Dauer und Anteil 70 %. Dahinter sitzt der VCA „Gate“ als Tor. Seine Hüllkurve steht auf Sustain 1: Sie öffnet voll, solange das Gate des Sequenzers offen ist, und schließt danach in 30 ms. Beide Hüllkurven hängen am selben Gate. Auf den Zählzeiten 2 und 4 bindet Legato je zwei Schritte, das Tor bleibt 0,31 s offen. Bei den einzelnen Schlägen je eine Sechzehntel vor 3 und 1 schließt es schon nach 0,16 s, so ist der Schnitt im Vergleich zu hören.
Kuhglocke (808)
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Module: Oscillator, Filter, Ringmodulator, Verstärker (VCA), Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Eine Kuhglocke nach dem Vorbild der TR-808: zwei Rechtecke, deren Produkt metallisch klingt.
Zum Ausprobieren
- Anteil des Ringmodulators auf 0: nur das Rechteck mit 540 Hz, ein einfacher Piepton.
- Anteil auf 100: reine Ringmodulation, der Grundton fehlt, der Klang wird hohl und blechern.
- Cutoff des Filters auf 2600: Der Bandpass rückt zu den hohen Teiltönen, die Glocke wird heller.
So funktioniert es
Zwei Rechtecke mit 540 und 800 Hz, den Frequenzen der 808. Die 808 mischt die beiden, hier multipliziert der Ringmodulator sie zu 70 %. Dabei entstehen Summe (1340 Hz) und Differenz (260 Hz) samt Obertönen, die nicht harmonisch zueinander liegen: der metallische Beiklang. Die übrigen 30 % lassen das 540-Hz-Rechteck trocken durch und halten den Grundton. Wie bei der 808 formt ein Bandpass den Klang: Um 1000 Hz lässt er die Summe und den Grundton durch und dämpft das Dröhnen der Differenz und die hohen Teiltöne. Die Hüllkurve (Decay 0,25 s) am VCA macht aus dem Dauerton einzelne Schläge, sieben in 16 Schritten.
Phasing (nach Steve Reich)
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Module: Oscillator, Mixer, Verstärker (VCA), Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Zwei Stimmen spielen dasselbe Muster, eine etwas schneller. Sie laufen langsam auseinander und nach 20 s wieder zusammen, dazwischen entstehen immer neue Rhythmen.
Zum Ausprobieren
- Am Sequenzer „B“ BPM von 126 auf 120 stellen: Beide laufen gleich, das Muster steht still.
- Denselben Sequenzer auf 121: Die Stimmen rücken nur alle 15 s um eine Sechzehntel auseinander.
- Pan A und B des Mixers auf M: Beide Stimmen kommen aus der Mitte, das Auseinanderlaufen ist schwerer zu verfolgen.
- Transponierung am Oscillator „B“ von 7 auf 0: Beide Stimmen klingen gleich hoch und verschmelzen, man hört nur noch das wandernde Muster.
So funktioniert es
Zwei gleiche Stränge aus Sequenzer, Oscillator (Dreieck), Hüllkurve und VCA. Beide Sequenzer spielen dasselbe Muster aus fünf Tönen in acht Schritten: C, E, G, A, E. Der eine läuft mit 120 BPM, ein Durchlauf dauert 1 s; der andere mit 126 BPM, 0,95 s. Pro Sekunde gewinnt er 0,4 Schritte: alle 2,5 s eine Sechzehntel. Nach 20 s ist er einen ganzen Durchlauf voraus, und beide fallen wieder zusammen. Transponierung 7 hebt die zweite Stimme um eine Quinte, damit beide zu unterscheiden sind. Der Mixer führt sie zusammen, A links, B rechts (Pan L 60 und R 60): Mit Kopfhörern wandert das Muster zwischen den Ohren.
Polyrhythmus 3 gegen 4
▶ Im Generator öffnen
Module: Oscillator, Rauschen, Filter, Verstärker (VCA), Takt, Hüllkurve (ADSR), Sample & Hold
Was es zeigt
Drei gegen vier: Die Tom schlägt dreimal, während der Block viermal schlägt, beide in gleichen Abständen. Es steuert nur der Takt, kein Sequenzer. Alle zwei Sekunden treffen sich beide auf demselben Schlag, die Hi-Hat tickt dazwischen die Sechzehntel.
Zum Ausprobieren
- ÷A am Takt auf ÷6: Der Block schlägt nur noch zweimal, aus drei gegen vier wird drei gegen zwei.
- ÷A auf ÷4: Block und Tom gehen im Gleichschritt, der Polyrhythmus ist weg.
- Swing am Takt auf 66: Die Hi-Hat swingt, der Block stolpert, weil jeder zweite seiner Schläge auf eine verschobene Sechzehntel fällt. Die Tom auf den Vierteln bleibt gerade.
- Bereich am Sample & Hold auf 0: Die Hi-Hat klingt bei jedem Schlag gleich.
So funktioniert es
Der Takt zählt Sechzehntel, bei 90 BPM sechs in der Sekunde. ÷B (÷4) gibt jede vierte an die Hüllkurve „Tom“, ÷A (÷3) jede dritte an die Hüllkurve „Block“. Nach 12 Sechzehnteln, dem kleinsten gemeinsamen Vielfachen von 3 und 4, stehen beide wieder zusammen am Anfang. Anders als in „Phasing“ wandert nichts, das Muster wiederholt sich genau. CLOCK gibt jede Sechzehntel einen Impuls an die Hüllkurve „Hi-Hat“ und an Sample & Hold, das jedes Mal einen neuen Cutoff für den Hochpass würfelt. Die Tom ist gebaut wie die Bassdrum in „Four on the Floor“: Die Hüllkurve hebt beim Anschlag die Tonhöhe um eine Oktave und öffnet kurz den VCA. Der Block nimmt dasselbe Rauschen wie die Hi-Hat, aber durch einen Bandpass: Er lässt nur einen schmalen Bereich um den Cutoff durch, mit dem kurzen Anschlag klopft das wie Holz.
Polyrhythmus 5 gegen 4
▶ Im Generator öffnen
Module: Oscillator, Rauschen, Filter, Verstärker (VCA), Step-Sequenzer, Takt, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Fünf gegen vier: Die Tom schlägt fünfmal, während die Melodie vier Töne spielt. Die Tom geht auf den Vierteln, die Melodie liegt quer dazu. Alle drei Sekunden beginnt eine Figur der Melodie auf einem Schlag der Tom, die Hi-Hat tickt die Sechzehntel.
Zum Ausprobieren
- ÷A am Takt auf ÷4: Melodie und Tom gehen im Gleichschritt.
- ÷A auf ÷3: Vier Töne gegen drei Schläge, wie in „Polyrhythmus 3 gegen 4“.
- ÷A auf ÷12: Jeder Ton hält drei Viertel, ein Dreier über dem Vierertakt. Die Melodie dauert jetzt sechs Takte.
- VCA „Hi-Hat“ auf 0: Ohne das Raster scheint die Melodie frei über der Tom zu schweben.
So funktioniert es
Der Takt zählt Sechzehntel, bei 100 BPM knapp sieben in der Sekunde. ÷B (÷4) gibt jede vierte an die Hüllkurve „Tom“, ÷A (÷5) jede fünfte an SYNC des Sequenzers, der dann einen Schritt weiterrückt. Seine acht Schritte sind zwei Figuren aus vier Tönen, erst a-Moll abwärts, dann C-Dur abwärts. Jede Figur dauert 20 Sechzehntel, so lange wie fünf Schläge der Tom. 20 ist das kleinste gemeinsame Vielfache von 4 und 5, deshalb beginnt jede Figur zusammen mit der Tom. Die Tom ist gebaut wie in „Polyrhythmus 3 gegen 4“: Die Hüllkurve hebt beim Anschlag die Tonhöhe und öffnet kurz den VCA. CLOCK gibt jede Sechzehntel einen Impuls an die Hüllkurve „Hi-Hat“, Rauschen durch einen Hochpass.
Pumpendes Pad
▶ Im Generator öffnen
Module: Oscillator, Filter, Verstärker (VCA), Step-Sequenzer, Takt, Hüllkurve (ADSR), Mod-Mischer
Was es zeigt
Eine Fläche, die im Takt der Bassdrum pumpt: Bei jedem Schlag duckt sie sich weg und schwillt bis zum nächsten wieder an. In der Clubmusik macht das ein Kompressor, den die Bassdrum steuert (Sidechain), hier eine umgekehrte Hüllkurve. Denselben Kniff zeigt „Atmendes Filter“, dort im Takt der Melodie.
Zum Ausprobieren
- Am Mod-Mischer Anteil A von −100 auf 0: Das Pumpen hört auf, die Fläche steht still und deckt die Bassdrum zu.
- Decay der Hüllkurve „Pump“ auf 0,15: Die Fläche duckt sich nur kurz weg und federt zurück.
- ÷B am Takt auf ÷8: Bassdrum und Pumpen kommen nur noch auf jeder halben Note, der Groove wird schwer.
So funktioniert es
Der Takt läuft mit 124 BPM, für den Rhythmus braucht es keinen Sequenzer. ÷B (÷4) gibt jede Viertel einen Impuls an zwei Hüllkurven: „Kick“ formt die Bassdrum wie in „Four on the Floor“, „Pump“ steigt in 10 ms auf 1 und fällt in 0,35 s zurück. Der Mod-Mischer dreht sie um (Anteil A −100 %) und hebt sie an (Versatz 100 %): Am VCA „Pad“ kommt 1 − Hüllkurve an, die Fläche ist offen, bis die Bassdrum schlägt. ÷A (÷16) rückt den Sequenzer einmal je Takt weiter: zwei Takte a-Moll, dann F, C und G. Die beiden Sägezähne stehen eine Quinte auseinander und sind leicht gegeneinander verstimmt, das macht die Fläche breit.
Tension (Hommage)
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Module: Oscillator, Rauschen, Filter, Mixer, Verstärker (VCA), Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Spannung aus zwei Tönen: ein tiefes Pendeln im Halbtonabstand, darunter leises Rauschen wie ferne Brandung.
Zum Ausprobieren
- FM-Tiefe auf 0: ein reiner Sinus. Auf kleinen Lautsprechern ist der tiefe Ton kaum noch zu hören.
- Pegel B am Mixer auf 50: Das Rauschen tritt nach vorn.
- BPM auf 160: Das Pendeln wird schneller, die Spannung steigt.
So funktioniert es
Der Sequenzer wechselt auf jeder Sechzehntel zwischen E2 (82 Hz) und F2, eine kleine Sekunde. Der Oscillator „Mod“ bekommt dieselbe Note und steckt am FM-Eingang von „Carrier“: Im Verhältnis 1 : 1 bei FM-Tiefe 200 % entstehen Obertöne auf Vielfachen des Grundtons, die Tonhöhe bleibt. Erst sie machen den tiefen Ton auf kleinen Lautsprechern hörbar. Die Hüllkurve am VCA (Decay 0,15 s, Sustain 0,2) setzt jeden Ton ab. Rosa Rauschen durch einen Tiefpass bei 400 Hz kommt über Mixer-Eingang B mit Pegel 18 dazu.
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Flächen & Atmosphäre
Lange, langsam bewegte Klänge: Pads, Drones, Wind, Wetter und Wasser.
Ambient Drone
▶ Im Generator öffnen
Module: Oscillator, Filter, LFO
Was es zeigt
Die einfachste Filterbewegung: Ein Sägezahn klingt ohne Pause, ein langsamer LFO öffnet und schließt das Filter.
Zum Ausprobieren
- Resonanz (Q) auf 12: Ein Pfeifton wandert mit.
- LFO-Frequenz auf 2 Hz: Wah-Wah statt langsamer Drift.
- Frequenz des Oscillators ändern: anderer Grundton.
So funktioniert es
Ohne Hüllkurve und VCA klingt der Oscillator ohne Pause. Der LFO schiebt den Cutoff in 5 s einmal zwischen etwa 220 und 980 Hz hin und her. Die Resonanz betont die Obertöne am Cutoff, deshalb ist das Wandern deutlich zu hören.
Atemzug
▶ Im Generator öffnen
Module: Rauschen, Filter, LFO
Was es zeigt
Ein LFO am MOD-Eingang von Main Out lässt den ganzen Klang atmen, ohne Hüllkurve.
Zum Ausprobieren
- LFO-Frequenz auf 0,1 Hz: ruhiger atmen.
- Kabel vom LFO zum Tiefpass anklicken, es verschwindet: Ein- und Ausatmen klingen gleich.
- Hochpass auf 1000 Hz: dünner, wie durch die Zähne.
So funktioniert es
Hoch- und Tiefpass lassen vom weißen Rauschen 200 bis 3000 Hz durch. Der LFO schwingt um null. Main Out wird bei jedem Ausschlag laut, nach oben wie nach unten, also zweimal pro Welle (5 s). Beim einen Ausschlag öffnet derselbe LFO den Tiefpass, beim anderen schließt er ihn: Einatmen klingt hell, Ausatmen dunkel.
Chorus-Pad
▶ Im Generator öffnen
Module: Oscillator, Filter, Verstärker (VCA), Delay (Echo), LFO, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Ein Chorus aus einem Delay: Ein kurzes, leicht schwankendes Echo lässt einen Sägezahn wie mehrere leicht verstimmte klingen.
Zum Ausprobieren
- Anteil des Delays auf 0: nur der trockene Sägezahn, zum Vergleich.
- LFO-Tiefe auf 100: Aus dem Schweben wird Leiern.
- Zeit auf 0,005 s: hohl und metallisch wie ein Flanger.
So funktioniert es
Das Delay mischt ein 20 ms spätes Echo zur Hälfte zum Direktton. Der LFO verschiebt die Verzögerung um ±2,5 ms. Dabei steigt und fällt die Tonhöhe des Echos um etwa ±11 Cent gegen den Direktton, und die beiden schweben. Legato bindet alle 16 Schritte: Die Hüllkurve schlägt nur einmal pro Durchlauf an, die Grundtöne A, F, C und G wechseln ohne neuen Anschlag und gleiten in 0,08 s hinüber (Glide).
Dom-Orgel
▶ Im Generator öffnen
Module: Oscillator, Filter, Mixer, Verstärker (VCA), Hall, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Zwei Register und ein großer Raum: Zwei Oscillators im Oktavabstand ergeben den Orgelton, ein langer Hall den Dom.
Zum Ausprobieren
- Pegel B des Mixers auf 0: nur das tiefe Register, runder.
- Dauer des Halls auf 1,5 s: eine kleine Dorfkirche.
- Dämpfung auf 90: dumpfer Nachhall, wie in einem Raum voller Vorhänge.
So funktioniert es
Beide Oscillators bekommen dieselbe Note, der zweite ist 12 Halbtöne höher transponiert (bei der Orgel 8′ und 4′). Mit Sustain 1 hält die Hüllkurve den Ton ohne Abklingen, wie bei einer Pfeife. Jeder Ton dauert drei Schritte, im vierten klingt nur der Hall.
Endlos-Textur
▶ Im Generator öffnen
Module: Oscillator, Filter, Verstärker (VCA), Delay (Echo), Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR), Sample & Hold
Was es zeigt
Aus drei Tönen wird eine Textur, die sich nie genau wiederholt. Das Echo passt absichtlich nicht ins Taktraster, als Gegenstück zum Dub Echo.
Zum Ausprobieren
- Zeit des Delays auf 0,857 s, genau vier Schritte: Die Echos rasten ein, das Muster wiederholt sich.
- Rückkopplung auf 40: Die Textur dünnt aus, die drei Töne treten hervor.
- Bereich des Sample & Hold auf 0: Alle neuen Töne klingen gleich hell.
So funktioniert es
Bei 70 BPM dauert ein Schritt 0,214 s, das Echo nach 0,9 s kommt also gut vier Schritte später. Bei 85 % Rückkopplung klingt jeder Ton etliche Durchläufe nach und trifft jedes Mal auf andere Töne. Sample & Hold würfelt bei jedem Ton einen neuen Cutoff zwischen etwa 370 und 2030 Hz.
Gewitter über See
▶ Im Generator öffnen
Module: Rauschen, Filter, Mixer, Verstärker (VCA), LFO, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Zwei Rauschquellen, getrennt geformt: weißes Rauschen als Regen, braunes als Donner.
Zum Ausprobieren
- Pegel A des Mixers auf 0: nur der Donner.
- Decay der Hüllkurve auf 2 s: Der Donner rollt länger nach.
- Weitere Schritte im Sequenzer setzen: mehr Donnerschläge.
- Zufall am Sequenzer auf 0: vier Donnerschläge in jedem Durchlauf, immer an derselben Stelle.
- Kabel vom LFO zum MOD-Eingang des Mixers anklicken, es verschwindet: Der Regen bleibt in der Mitte stehen.
So funktioniert es
Vom weißen Rauschen lässt der Hochpass nur das Zischen durch. Der LFO schiebt seine Grenze wie Böen hin und her, in 4,5 s einmal zwischen etwa 2000 und 6400 Hz. Das braune Rauschen ist tief und dumpf; die Hüllkurve öffnet dafür den VCA. Im Sequenzer sind vier Schritte an, ein Durchlauf dauert 4 s. Zufall 50 lässt jeden davon mit halber Wahrscheinlichkeit ausfallen: im Mittel zwei Donnerschläge, mal keiner, mal vier. Derselbe LFO steckt an MOD des Mixers und zieht den Regen mit jeder Böe zwischen links und rechts hin und her (Autopan). Im Mixer ist der Regen leiser gestellt als der Donner, der etwas rechts steht (Pan R 30).
Meeresbrandung
▶ Im Generator öffnen
Module: Rauschen, Filter, Verstärker (VCA), LFO, Mod-Mischer
Was es zeigt
Zwei LFOs, im Mod-Mischer addiert, lassen Rauschen wie Brandung an- und abschwellen. LFO „A“ gibt den Takt der Wellen vor, alle 7,7 s eine. LFO „B“ braucht 33 s für einen Durchlauf und macht die Wellen mal stärker, mal schwächer. Weil die beiden Zeiten nicht zueinander passen, gleicht keine Welle genau der vorigen.
Zum Ausprobieren
- Anteil B am Mod-Mischer auf 0: Jede Welle ist gleich stark, gleichmäßig wie ein Uhrwerk.
- Farbe des Rauschens auf Rosa: Das Meer klingt weicher und ferner.
- Versatz am Mod-Mischer auf 70: Auch zwischen den Wellen rauscht es weiter, wie bei schwerer See.
So funktioniert es
Der Mod-Mischer rechnet 60 % von A plus 40 % von B plus den Versatz 50 %. Beide LFOs schwingen mit Tiefe 50 zwischen −0,5 und +0,5, die Summe bleibt also zwischen 0 und 1: genau der Bereich, den der VCA als Pegel braucht. Dieselbe Summe schiebt auch das Filter, zwischen 2000 und etwa 4000 Hz. Wo die Welle laut wird, wird sie auch heller, wie Gischt beim Brechen.
PWM-Streicher
▶ Im Generator öffnen
Module: Oscillator, Filter, Verstärker (VCA), Hall, LFO, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR), Oszilloskop
Was es zeigt
Streicher aus einer einzigen Pulswelle: Ein langsamer LFO verschiebt die Pulsbreite, und der Ton wogt wie ein ganzes Ensemble, so wie beim Roland Juno.
Zum Ausprobieren
- Tiefe des LFO auf 0: Das Wogen hört auf, übrig bleibt ein starres Rechteck.
- Danach die Pulsbreite auf 15: dünn und näselnd wie ein Oboenregister.
- Frequenz des LFO auf 6 Hz: Aus dem Wogen wird ein Flattern.
So funktioniert es
Bei 50 % Pulsbreite ist der Puls ein Rechteck. Der LFO an PWM schiebt die Breite mit 0,6 Hz zwischen 22 und 78 % hin und her (±0,7 am Eingang, also ±28 Punkte). Mit der Breite verschieben sich die Obertöne, das klingt wie mehrere leicht verstimmte Stimmen. Das Oszilloskop zeigt, wie die Pulse breiter und schmaler werden. Legato bindet je sieben Schritte zu einem Bogen über die Grundtöne D, B, G und A. Im achten Schritt setzt der Ton kurz ab, und die Hüllkurve schwillt neu an.
Theremin (Sci-Fi)
▶ Im Generator öffnen
Module: Oscillator, Verstärker (VCA), Delay (Echo), LFO, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Zwei Quellen am Eingang IN des Oscillators: Der Sequenzer setzt die Töne, ein schneller LFO legt ein weites Vibrato darüber.
Zum Ausprobieren
- LFO-Tiefe auf 2: feines Vibrato wie bei einer Geige.
- LFO-Frequenz auf 1 Hz: Die Töne heulen langsam auf und ab.
- Rückkopplung des Delays auf 70: Die Echos tragen länger, die Töne überlagern sich.
- Glide auf 0: Die Töne springen, statt zu gleiten.
So funktioniert es
Am Eingang IN addieren sich beide Quellen. Der Sequenzer bestimmt den Ton, der LFO schwankt 5,5-mal pro Sekunde um etwa ±1,4 Halbtöne darum. Legato bindet die Schritte zu einem Bogen, und Glide 0,3 s lässt den Ton von C über F nach A gleiten wie die Hand an der Antenne. Am freien letzten Schritt setzt er ab und schwillt mit dem langsamen Attack (0,35 s) neu an. Das Delay gibt Raum.
Tremolo Pad
▶ Im Generator öffnen
Module: Oscillator, Verstärker (VCA), LFO
Was es zeigt
Die kleinste Modulation am VCA: Ein LFO lässt den Pegel pulsieren (Tremolo).
Zum Ausprobieren
- LFO-Frequenz auf 1 Hz: Der Ton schwillt zweimal pro Sekunde an.
- LFO-Tiefe ändern: Das Pulsieren bleibt gleich tief, nur die Lautstärke ändert sich.
- Einen Mod-Mischer zwischen LFO und VCA stecken (Anteil A 50, Versatz 60): Das Tremolo folgt der eingestellten Frequenz und wird nie ganz still.
So funktioniert es
Sobald ein Kabel am MOD des VCA steckt, bestimmt allein die Quelle den Pegel. Der LFO schwingt um null, und laut wird es bei jedem Ausschlag, nach oben wie nach unten. Bei 4,5 Hz pulsiert der Ton deshalb neunmal pro Sekunde und ist dazwischen ganz still. Ein Versatz hebt die Welle über null.
Wind Pad
▶ Im Generator öffnen
Module: Rauschen, Filter, LFO
Was es zeigt
Rauschen statt Oscillator in derselben einfachen Kette wie beim Ambient Drone: Ein langsamer LFO bewegt das Filter.
Zum Ausprobieren
- Typ des Filters auf Tiefpass: Der Wind verliert seine Stimme, es bleibt Rauschen, das heller und dunkler wird.
- LFO-Tiefe auf 100: Der Wind heult von ganz tief bis hell.
- LFO-Frequenz auf 0,5 Hz: kurze Böen statt langsamer Wellen.
So funktioniert es
Weißes Rauschen enthält alle Frequenzen gleich stark. Der Bandpass lässt nur ein Band um den Cutoff durch, das klingt wie Wind in einem Spalt. Der LFO schiebt den Cutoff in 12,5 s einmal zwischen etwa 360 und 1040 Hz hin und her: Der Wind heult auf und legt sich.
Zufallsmelodie
▶ Im Generator öffnen
Module: Oscillator, Filter, Verstärker (VCA), Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR), Sample & Hold, Oszilloskop
Was es zeigt
Eine Melodie, die sich selbst erfindet: Sample & Hold würfelt bei jedem Ton eine neue Tonhöhe und steuert damit zugleich das Filter. Das Oszilloskop zeigt die Würfe als Treppe.
Zum Ausprobieren
- Bereich auf 20: kleine Schritte um einen Ton herum, die Treppe wird flach.
- Glätten am Sample & Hold auf 0,1: Jeder Ton rutscht kurz vom vorigen herüber, die Treppe im Oszilloskop bekommt runde Kanten.
- Kabel vom Sample & Hold zum Filter anklicken, es verschwindet: Alle Töne klingen gleich hell.
- Schritte im Sequenzer ein- und ausschalten: Der Rhythmus ändert sich, die Töne bleiben zufällig.
- Zufall am Sequenzer auf 30: Auch der Rhythmus wird gewürfelt, etwa jeder dritte Ton fällt aus, und die Treppe bekommt breitere Stufen.
So funktioniert es
Vom Sequenzer ist nur GATE verbunden, seine Tonhöhen spielen keine Rolle. Sample & Hold würfelt bei jedem Ton einen Wert und schickt ihn an Tonhöhe, Cutoff und Oszilloskop. An der Tonhöhe sind das bis ±9,6 Halbtöne um 440 Hz, frei zwischen den Halbtönen; am Cutoff dieselbe Richtung. Hohe Töne klingen deshalb heller, tiefe dunkler.
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Geräusche & Signale
Geräusche und Signale aus dem Alltag, nachgebaut aus wenigen Modulen.
Besetztzeichen (USA)
▶ Im Generator öffnen
Module: Oscillator, Mixer, Verstärker (VCA), Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Ein Signalton aus zwei Sinustönen, im Takt ein- und ausgeschaltet: das amerikanische Besetztzeichen, 480 und 620 Hz, je 0,5 s an und aus.
Zum Ausprobieren
- BPM auf 120: doppelt so schnell, in den USA das Zeichen für ein überlastetes Netz.
- Release auf 0,3: Die Töne klingen weich aus.
- Oscillator „A“ auf 425 Hz, Pegel B auf 0: das deutsche Besetztzeichen.
So funktioniert es
Der Mixer legt beide Töne zusammen, der VCA schaltet sie. Bei 60 BPM dauert ein Schritt 0,25 s. Legato bindet je zwei aktive Schritte zu einem Ton, Gatelänge 100 % hält ihn genau 0,5 s. Die Hüllkurve steht auf Sustain 1 und schaltet damit nur an und aus, mit kurzen Rampen gegen Knacken.
Dampflok
▶ Im Generator öffnen
Module: Rauschen, Filter, Mixer, Verstärker (VCA), Hall, LFO, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Eine Dampflok nur aus Rauschen: dumpfe Stöße im Takt, Zischen darüber und ein Filter, das bei jedem Stoß mitzieht.
Zum Ausprobieren
- BPM auf 144 und LFO-Frequenz auf 4,8: Die Lok fährt schneller, das Filter bleibt im Takt.
- LFO-Tiefe auf 0: Das Filter steht still, der Stoß wird flach.
- Pegel B am Mixer „2“ auf 60: mehr Dampf.
So funktioniert es
Braunes Rauschen gibt den Stoß, im Mixer „1“ einmal trocken und einmal mit Hall. Der Mixer „2“ legt weißes Rauschen als Zischen dazu. Der Tiefpass (800 Hz, Q 5) ist das Rohr: Der Sägezahn-LFO zieht den Cutoff zweimal pro Stoß von etwa 330 auf 1270 Hz hoch und lässt ihn zurückspringen. Der Sequenzer schlägt jeden Viertel an, die Hüllkurve (Decay 0,18 s) macht daraus im VCA kurze Stöße.
Gong
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Module: Oscillator, Ringmodulator, Verstärker (VCA), Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Ringmodulation: Zwei Töne in schiefem Verhältnis ergeben einen metallischen Klang ohne klaren Grundton.
Zum Ausprobieren
- Frequenz am Oscillator „B“ (Sinus) auf 220: Verhältnis 1 : 2, der Klang wird harmonisch und hohl.
- Oscillator „A“ von Dreieck auf Sinus: nur noch zwei Teiltöne, eher Klingel als Gong.
- Anteil des Ringmodulators auf 50: Der Dreieck klingt mit.
So funktioniert es
Der Ringmodulator multipliziert beide Signale. Übrig bleiben Summe und Differenz der Frequenzen: Aus 110 und 163 Hz werden 53 und 273 Hz. Der Dreieck bringt Obertöne mit (330, 550 Hz …), jeder spaltet sich ebenso auf. Zu keinem Grundton passend, klingt das nach Metall. Sustain 0,25 hält den Ausklang, sonst bliebe das Release (2,5 s) wirkungslos.
Jet-Flanger
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Module: Rauschen, Delay (Echo), LFO
Was es zeigt
Ein Flanger: Ein sehr kurzes Echo mit wandernder Zeit macht aus weißem Rauschen das Fauchen eines Düsenjets.
Zum Ausprobieren
- Anteil des Delays auf 0: nur das Rauschen, zum Vergleich.
- Rückkopplung auf 90: schärfer, fast ein Ton.
- LFO-Frequenz auf 0,5 Hz: Der Jet zieht schneller vorbei.
So funktioniert es
Das Delay mischt ein 6 ms spätes Echo zur Hälfte zum Rauschen. Wo beide gegenphasig sind, löschen sie sich aus: Kerben im Spektrum wie die Zähne eines Kamms. Der LFO zieht die Zeit in 10 s einmal zwischen 3 und 9 ms hin und her, die Kerben wandern mit. Die Rückkopplung schickt das Echo erneut durchs Delay und macht sie schärfer.
Kirchenglocke
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Module: Oscillator, Filter, Mixer, Verstärker (VCA), Hall, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Eine Glocke aus drei Sinustönen, bewusst neben der Tonleiter gestimmt. Die hohen Teiltöne verklingen zuerst.
Zum Ausprobieren
- Feinstimmung der Oscillators „2“ und „3“ auf 0: Aus der Glocke wird ein sauberer Akkord.
- Kabel von der Hüllkurve zum Filter anklicken, es verschwindet: Der Klang bleibt vom Anschlag bis zum Ende gleich.
- Anteil des Halls auf 60: weiter weg.
So funktioniert es
Die Oscillators stehen auf 220 Hz, +15 Halbtöne +42 Cent und +24 Halbtöne −38 Cent. Zwei Mixer in Reihe legen sie zusammen. Die Hüllkurve öffnet den Tiefpass beim Anschlag von 400 auf 780 Hz und schließt ihn mit dem Pegel wieder: Die oberen Teiltöne werden schneller leiser als der Grundton. Sustain 0,35 hält den Ausklang, damit das Release (2,6 s) wirkt.
Kurzwellenrauschen
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Module: Rauschen, Filter, Step-Sequenzer, Sample & Hold
Was es zeigt
Sample & Hold als Lautstärkeregler: Rauschen, dessen Pegel unregelmäßig springt, wie ein verstimmter Kurzwellenempfänger. Ein Bandpass gibt ihm den dünnen Klang eines kleinen Radios.
Zum Ausprobieren
- BPM auf 60: langsamer Schwund.
- Glätten am Sample & Hold auf 0,3: Der Pegel schwillt weich auf und ab, statt zu springen, wie ein Sender, der kommt und geht.
- Kabel vom Sample & Hold zu Main Out anklicken, es verschwindet: gleichmäßiges Rauschen.
- Typ des Filters auf Tiefpass: dumpfer und voller, das Radio ist weg.
So funktioniert es
Weißes Rauschen läuft durch einen Bandpass in Main Out. Er lässt nur etwa 750 bis 2900 Hz durch, so viel wie ein kleiner Lautsprecher wiedergibt. Bei jedem aktiven Schritt würfelt Sample & Hold einen neuen Wert und hält ihn. Am MOD-Eingang von Main Out bestimmt dieser Wert die Lautstärke, der Regler setzt die Obergrenze. Ohne Hüllkurve gibt es keine Stille, nur springenden Pegel; das Vinyl-Knistern macht daraus mit drei Stufen Knackser.
Martinshorn
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Module: Oscillator, LFO
Was es zeigt
Ein Rechteck-LFO an der Tonhöhe springt zwischen zwei festen Tönen hin und her, ohne zu gleiten. Das Gegenstück ist die Polizeisirene.
Zum Ausprobieren
- Wellenform des LFO auf Dreieck: Der Ton gleitet, eine Sirene statt eines Horns.
- Tiefe auf 10: nur noch ein Ganzton Abstand.
- LFO-Frequenz auf 2 Hz: hektischer.
So funktioniert es
Das Rechteck kennt nur zwei Werte, die Tonhöhe folgt ohne Übergang: 440 und 584 Hz, etwa die Quarte a′–d″, die die DIN 14610 verlangt. Ein Ton dauert 0,43 s. Tiefe 24 ergibt dabei nur ±245 statt ±288 Cent, weil das Rechteck des LFO 85 % seines Nennwerts erreicht. Ohne VCA klingt der Oscillator ohne Pause.
Maschinenraum
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Module: Oscillator, Filter, Verstärker (VCA), Verzerrer, LFO
Was es zeigt
Ein LFO auf drei Ziele: Er zieht Tonhöhe, Filter und Lautstärke zugleich, zwölfmal pro Sekunde, ein stampfender Motor. Ein Verzerrer hinter dem Filter raut ihn an.
Zum Ausprobieren
- LFO-Frequenz auf 3 Hz: Der Motor läuft langsam.
- Kabel vom LFO zum Oscillator anklicken, es verschwindet: gleiche Tonhöhe, nur noch Filter und Pegel stampfen.
- Resonanz (Q) auf 2: Das Heulen verschwindet, das Stampfen bleibt.
- Stärke am Verzerrer auf 0: der Motor ohne Verzerrung, weicher, das Heulen tritt stärker hervor.
- Stärke am Verzerrer auf 100: Die Welle wird fast zum Rechteck, der Motor klingt rau, das Heulen geht darin unter.
So funktioniert es
Ein Ausgang darf an mehrere Eingänge. Die Tonhöhe schwankt um ±6,6 Halbtöne um 82 Hz, der Cutoff zwischen etwa 420 und 1380 Hz. Am VCA zählt nur der Betrag des LFO: Der Pegel pulsiert mit 24 Hz, doppelt so schnell wie eingestellt. Hinter dem Filter drückt der Verzerrer (Sättigung, Stärke 30) die Spitzen der Welle flach; das nimmt auch der Resonanz etwas von ihrem Heulen. Er sitzt vor dem VCA und verzerrt deshalb gleichmäßig, auch wenn der Pegel danach pulsiert.
Nebelhorn
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Module: Oscillator, Filter, Mixer, Verstärker (VCA), Hall, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Zwei leicht gegeneinander verstimmte Sägezähne schweben: ein tiefer, rauer Ton über dem Wasser.
Zum Ausprobieren
- Feinstimmung am Oscillator „2“ von −25 auf 0: Die Schwebung verschwindet, der Ton wird glatt.
- Cutoff auf 400: dumpfer, wie aus der Ferne.
- Attack auf 1: Das Horn baut sich langsamer auf.
So funktioniert es
Beide Oscillators stehen auf 587 Hz, transponiert um −24 Halbtöne: 147 Hz. Einer ist 25 Cent tiefer, die beiden schweben mit gut 2 Hz. Der Tiefpass nimmt die Schärfe, lässt aber genug Obertöne für kleine Lautsprecher. Alle 4 s baut die Hüllkurve den Ton in 0,45 s auf; Sustain 0,85 hält ihn, bis das Release (1,5 s) ihn ausklingen lässt. Dazu 5 s Hall.
Polizeisirene
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Module: Oscillator, Filter, LFO
Was es zeigt
Ein Dreieck-LFO an der Tonhöhe lässt den Ton gleichmäßig auf- und abgleiten. Das Gegenstück ist das Martinshorn.
Zum Ausprobieren
- LFO-Frequenz auf 3 Hz: schnelles Jaulen.
- Wellenform des LFO auf Rechteck: zwei feste Töne wie beim Martinshorn.
- Wellenform auf Sägezahn: Der Ton steigt und springt zurück.
So funktioniert es
Der LFO (0,45 Hz, Tiefe 80) zieht die Tonhöhe um ±9,6 Halbtöne um 700 Hz: von etwa 400 bis 1200 Hz und zurück, einmal in 2,2 s. Der Tiefpass (2400 Hz, Q 3) nimmt dem Sägezahn die schärfsten Obertöne. Ohne VCA klingt der Ton ohne Pause.
Retro-Computer-Piepser
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Module: Oscillator, Filter, Verstärker (VCA), Verzerrer, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR), Sample & Hold, Oszilloskop
Was es zeigt
Sample & Hold würfelt die Tonhöhe: Zufallstöne wie aus einem alten Computer. Das Oszilloskop zeigt die Würfe als Treppe. Der Verzerrer (Art Stufen) gibt jedem Ton unharmonische Nebentöne.
Zum Ausprobieren
- Bereich auf 100: größere Sprünge, bis eine Oktave, die Treppe wird höher.
- Kabel vom Sequenzer zum Sample & Hold anklicken, es verschwindet: immer derselbe Ton, die Linie bleibt gerade.
- BPM auf 200: hektischer.
- Zufall am Sequenzer auf 0: Alle zehn Schritte piepsen, in jedem Durchlauf im selben Rhythmus.
- Stärke am Verzerrer auf 0: das Rechteck ohne die Nebentöne.
- Stärke am Verzerrer auf 100: Er hält nur noch 600 Werte je Sekunde fest. Unterhalb der gewürfelten Töne erscheinen tiefere Nebentöne.
So funktioniert es
Zehn der 16 Schritte sind aktiv, Zufall 25 lässt im Mittel jeden vierten ausfallen, in jedem Durchlauf andere. Bei jedem Schritt, der spielt, würfelt Sample & Hold einen Wert und hält ihn bis zum nächsten: Nach einem Ausfall wird die Stufe im Oszilloskop breiter. Am IN des Oscillators heißt Bereich 70 bis zu ±8,4 Halbtöne um 220 Hz, stufenlos, nicht auf Töne der Tonleiter. Die Hüllkurve schlägt gleichzeitig an und macht kurze Töne. Der Verzerrer hinter dem VCA hält jeden Wert kurz fest, bei Stärke 50 gut 5000-mal je Sekunde, und rundet ihn auf feste Höhen: Der Ton klingt in zwölf Stufen aus. Die Nebentöne hängen am Takt des Haltens, nicht an der Tonhöhe: Sie liegen bei jedem Wurf anders. Der Tiefpass (3200 Hz, Q 6) rundet das Ergebnis ab.
Röhrenglocke
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Module: Oscillator, Verstärker (VCA), Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
FM-Synthese mit unharmonischem Verhältnis: Zwei Sinustöne ergeben ein Metallrohr, das beim Ausklingen reiner wird.
Zum Ausprobieren
- Am Oscillator „Mod“ Transponierung 22 auf 12, Feinstimmung −31 auf 0: Verhältnis 1 : 2, der Klang wird harmonisch.
- FM-Tiefe auf 100: weniger Metall, eher Flöte.
- Decay der Hüllkurve „Mod“ auf 0,3: Das Metall verfliegt sofort.
So funktioniert es
Der Oscillator „Mod“ läuft über den VCA „Mod“ in den FM-Eingang des anderen und verbiegt dessen Frequenz im Takt der Schwingung. Beide bekommen die Note vom Sequenzer; „Mod“ steht 22 Halbtöne −31 Cent höher, auf dem 3,5-Fachen. Die Seitenbänder fallen dadurch zwischen die Obertöne: Metall. Die Hüllkurve „Mod“ lässt die Modulation abklingen, der Ton wird reiner, wie bei einer echten Röhrenglocke.
Sonar-Ping
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Module: Oscillator, Filter, Verstärker (VCA), Delay (Echo), Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Nur das Echo: Das Delay steht auf Anteil 100, der Ping selbst ist nicht zu hören, nur seine Rückkehr.
Zum Ausprobieren
- Anteil auf 50: Ping und Echo.
- Rückkopplung auf 50: mehrere Echos.
- Zeit auf 0,5 s: ein näheres Ziel.
So funktioniert es
Alle 4 s schlägt der Sequenzer einen kurzen Sinuston mit 880 Hz an. Der Tiefpass dämpft ihn, wie unter Wasser. Das Delay gibt ihn 1,5 s später zurück, die Rückkopplung (18 %) noch leise ein zweites Mal. Weil der Anteil bei 100 liegt, erreicht nur das Echo Main Out.
SOS
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Module: Oscillator, Verstärker (VCA), Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Morsezeichen mit dem Sequenzer: Legato und Gatelänge 100 % machen Punkt, Strich und Pause genau 1 : 3 : 1 lang.
Zum Ausprobieren
- BPM auf 120: langsamer, das Verhältnis bleibt.
- Eigenes Wort morsen: Punkt ein Schritt, Strich drei, dazwischen einer frei, zwischen Buchstaben drei.
- Wellenform auf Rechteck: rauer, wie ein Funkgerät.
So funktioniert es
Bei 188 BPM dauert ein Schritt 80 ms. Legato bindet die drei Schritte eines Strichs zu einem Ton, Gatelänge 100 % hält jeden Ton bis zum Ende seines letzten Schritts. Die Hüllkurve steht auf Sustain 1 und schaltet nur an und aus, wie eine Morsetaste. In den 256 Schritten steht SOS viermal.
Tropfsteinhöhle
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Module: Oscillator, Verstärker (VCA), Hall, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR), Sample & Hold
Was es zeigt
Tropfen in einer Höhle: kurze Sinustöne mit steigender Tonhöhe, in einem großen Hall.
Zum Ausprobieren
- Anteil des Halls auf 0: nur die Tropfen, trocken. Den Rest macht der Raum.
- Kabel von der Hüllkurve „Pitch“ zum Oscillator anklicken, es verschwindet: Die Tropfen steigen nicht mehr.
- Bereich auf 60: Die Tropfen streuen weiter.
- Zufall am Sequenzer auf 0: Alle 18 Schritte tropfen, in jedem Durchlauf dieselben.
So funktioniert es
Bei jedem Schritt, der spielt, schlagen zwei Hüllkurven an. Die Hüllkurve „Amp“ formt am VCA den kurzen Ton (Decay 0,12 s). Die Hüllkurve „Pitch“ zieht mit ihrem Attack (0,13 s) die Tonhöhe des Oscillators von 500 Hz eine Oktave hoch, wie die Luftblase eines Tropfens, die beim Aufplatzen kleiner wird. Sample & Hold versetzt jeden Tropfen um bis zu ±3 Halbtöne. Im Sequenzer sind 18 von 32 Schritten an, ein Durchlauf dauert 6 s. Zufall 50 lässt jeden davon mit halber Wahrscheinlichkeit ausfallen: im Mittel neun Tropfen, in jedem Durchlauf andere.
Vinyl-Knistern
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Module: Rauschen, Verstärker (VCA), Step-Sequenzer, Sample & Hold
Was es zeigt
Knistern ohne Hüllkurve: drei VCAs hintereinander, jeder von einem gewürfelten Wert gesteuert.
Zum Ausprobieren
- Kabel zu Main Out anklicken, es verschwindet; dann den VCA „2“ anschließen: zwei Stufen, mehr Rauschen, weniger Knacken.
- Dasselbe mit dem VCA „1“: eine Stufe, wie das Kurzwellenrauschen.
- Farbe auf Weiß: heller und schärfer.
So funktioniert es
Jeder VCA multipliziert das Rauschen mit einem Wert zwischen 0 und 1, den sein Sample & Hold bei jedem Schritt neu würfelt. Drei solche Werte miteinander multipliziert sind meist klein und nur selten groß: Das Rauschen liegt leise darunter, dazwischen knackt es. Die Sequenzer laufen mit 193, 167 und 139 BPM, damit die Sprünge in kein gemeinsames Raster fallen.
Vogelgezwitscher
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Module: Oscillator, Verstärker (VCA), Hall, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR), Sample & Hold
Was es zeigt
Eine Hüllkurve an der Tonhöhe: Jeder Ton springt eine Oktave hoch und fällt in 0,12 s zurück, ein Vogelruf.
Zum Ausprobieren
- Decay auf 0,3: längere, gezogene Rufe.
- Bereich auf 20: Alle Rufe liegen ähnlich hoch, wie von einem einzelnen Vogel.
- Anteil des Halls auf 0: ohne Wald.
- Zufall am Sequenzer auf 0: Alle zwölf Schritte rufen, in jedem Durchlauf dieselben.
So funktioniert es
Dieselbe Hüllkurve steuert Lautstärke und Tonhöhe. Mit Attack 0 springt die Tonhöhe beim Anschlag eine Oktave hoch und fällt im Decay mit dem Pegel zurück. Sample & Hold wirft jeden Ruf woanders hin, bis ±7 Halbtöne um 1 kHz. Im Sequenzer sind 12 von 16 Schritten an, ein Durchlauf dauert 2,4 s. Zufall 50 lässt jeden davon mit halber Wahrscheinlichkeit ausfallen: im Mittel sechs Rufe, in jedem Durchlauf andere. Der Hall (3,5 s) macht daraus einen Wald. Entstanden als erste Fassung der Tropfsteinhöhle, dort steigt die Tonhöhe stattdessen.
Wasserkocher
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Module: Rauschen, Filter, Verstärker (VCA), Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Resonanz als Klangquelle: Ein Tiefpass mit sehr hoher Güte filtert aus Rauschen einen Pfeifton.
Zum Ausprobieren
- Resonanz auf 2: Das Pfeifen verschwindet, nur Rauschen bleibt.
- Cutoff auf 3000: ein tieferer Pfiff.
- Attack auf 2: Das Wasser braucht länger.
So funktioniert es
Bei Q 19 hebt der Tiefpass ein schmales Band um 6500 Hz weit über den Rest: Aus weißem Rauschen wird ein Pfeifen mit rauschendem Rand. Die Hüllkurve lässt es in 1,6 s anschwellen, hält es bei 0,75 und lässt es ausklingen. Alle 8 s kocht das Wasser neu. Weil die Resonanz so stark hebt, steht Main Out nur auf 21.
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Techniken
Je ein Kniff der Klangsynthese für sich gezeigt: Echos, Filterbewegung, Obertöne, Swing.
Atmendes Filter
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Module: Oscillator, Filter, Mixer, Verstärker (VCA), LFO, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR), Mod-Mischer
Was es zeigt
Zwei Kniffe mit dem Mod-Mischer: ein langsam atmendes Filter und eine Fläche, die bei jedem Ton zurückweicht („Pumpen“).
Zum Ausprobieren
- LFO-Frequenz auf 1 Hz: schnelles Wabern statt Atmen.
- Am Mod-Mischer „Filter“ Anteil A auf 0: Alle Anschläge klingen gleich.
- Decay der Hüllkurve verlängern: Das Pumpen wird weicher.
So funktioniert es
Die Hüllkurve öffnet den VCA der Melodie. Zusammen mit einem langsamen LFO (eine Welle in 12 s) öffnet sie auch das Filter, deshalb klingt jeder Anschlag etwas anders.
Umgekehrte Hüllkurve
Am Mod-Mischer „Pump“ dreht Anteil A −80 % die Hüllkurve um, Versatz 100 % hebt sie an: Die Fläche ist voll da, bis ein Ton kommt. Bei −100 verschwindet sie ganz, bei 0 pumpt nichts mehr.
Bandecho (Radiophonic)
▶ Im Generator öffnen
Module: Oscillator, Filter, Verzerrer, Delay (Echo), Step-Sequenzer
Was es zeigt
Ein Oscillator klingt ohne Pause, der Sequenzer ändert nur seine Tonhöhe. Das Delay legt die alten Töne unter die neuen, so entstehen Akkorde. Hinter dem Delay sättigt ein Verzerrer die Schichtung wie ein übersteuertes Band. Das Filter steht am Ende und formt Ton und Echos gemeinsam.
Zum Ausprobieren
- Cutoff drehen: Auch die schon laufenden Echos werden sofort heller oder dunkler.
- Rückkopplung auf 80: Die Töne türmen sich zu einem dichten Teppich.
- Zeit verstellen: Die ganze Schichtung rutscht in der Tonhöhe.
- Stärke am Verzerrer auf 0: das Echo ohne Sättigung, die Töne liegen sauber übereinander.
- Stärke am Verzerrer auf 100: Zwischen den geschichteten Tönen entstehen neue Teiltöne, der Akkord wird rau.
So funktioniert es
Nur NOTE des Sequenzers ist verbunden, ohne Hüllkurve und VCA gibt es keine Pausen. Im Delay wird jede Wiederholung etwas leiser und dunkler. Der Verzerrer (Sättigung, Stärke 50) bekommt die Summe aller Töne: Liegen mehrere übereinander, drückt er ihre Spitzen flach, und zwischen ihnen entstehen neue Teiltöne. Stünde das Filter vor dem Delay, träfe ein Dreh am Cutoff nur die neuen Töne.
Dub Echo
▶ Im Generator öffnen
Module: Oscillator, Filter, Verstärker (VCA), Delay (Echo), Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Das Echo als Instrument, wie im Dub: zwei kurze Basstöne, der Rest ist Rückkopplung.
Zum Ausprobieren
- Rückkopplung auf 90: fast endlose Echos, auf 30: nur zwei, drei.
- Zeit verstellen, während Echos laufen: Ihre Tonhöhe rutscht mit.
- Anteil auf 100: nur noch die Echos.
So funktioniert es
Rechteck, Filter und eine kurze Hüllkurve machen einen trockenen Anschlag. Das Delay speist einen Teil seines Ausgangs wieder ein, jede Wiederholung wird etwas leiser und dunkler. 0,5 s sind bei 90 BPM eine punktierte Achtel, deshalb fallen die Echos neben den Schlag.
Echo-Kaskade
▶ Im Generator öffnen
Module: Oscillator, Verstärker (VCA), Delay (Echo), LFO, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Zwei Delays hintereinander: Das zweite wiederholt auch die Echos des ersten, daraus wird ein dichteres, unregelmäßiges Muster. Ein LFO am VCA „2“ lässt alles pulsieren.
Zum Ausprobieren
- Am Delay „2“ Rückkopplung auf 50: Die Echos werden deutlich dichter.
- Zeit am Delay „2“ auf 0,42 s, doppelt so lang wie am Delay „1“: Die Echos fallen aufeinander, das Muster wird regelmäßig.
- LFO-Frequenz auf 0,1 Hz: Statt zu pulsieren schwillt alles langsam an und ab.
So funktioniert es
Die Hüllkurve formt im VCA „1“ kurze Töne, Delay „1“ (0,21 s) wiederholt sie, Delay „2“ (0,37 s) verteilt die Echos weiter. Der LFO reicht am VCA „2“ auch unter null, deshalb pulsiert der Klang doppelt so schnell, wie der LFO schwingt.
Filter im Takt
▶ Im Generator öffnen
Module: Oscillator, Filter, Verstärker (VCA), Delay (Echo), Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR), Sample & Hold
Was es zeigt
GATE und CLOCK des Sequenzers nebeneinander. Die Melodie hält lange Töne (Legato), trotzdem würfelt Sample & Hold an CLOCK das Filter bei jedem Schritt neu, auch mitten im Ton und in den Pausen.
Zum Ausprobieren
- Legato aus: Jeder Schritt schlägt neu an.
- Bereich von Sample & Hold auf 100: größere Sprünge.
- Das Kabel an TRIG anklicken (es verschwindet) und neu von GATE ziehen: In den Pausen bleibt das Filter stehen.
So funktioniert es
GATE öffnet die Hüllkurve am VCA. CLOCK gibt bei jedem Schritt einen Impuls, auch bei ausgeschalteten. Bei jedem Impuls hält Sample & Hold einen neuen Zufallswert fest und legt ihn an den MOD-Eingang des Filters. Das Delay lässt die Pausen nachklingen.
Glitch-Echo
▶ Im Generator öffnen
Module: Oscillator, Verstärker (VCA), Verzerrer, Delay (Echo), Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR), Sample & Hold, Oszilloskop
Was es zeigt
Sample & Hold würfelt bei jedem Ton eine neue Zeit für das Delay, irgendwo zwischen 0,15 und 0,45 s. Die Echos fallen jedes Mal anders in den Takt, und an jedem Sprung reißt das Echo ab und setzt an einer anderen Stelle wieder ein. Der Verzerrer (Art Stufen) am Ende macht leise Echos grob und schneidet die leisesten weg.
Zum Ausprobieren
- Bereich am Sample & Hold auf 0: Die Zeit bleibt bei 0,3 s, die Echos laufen gleichmäßig mit.
- Glätten am Sample & Hold auf 0,5: Die Zeit gleitet, die Echos jaulen hoch und tief, statt abzureißen.
- Zufall am Sequenzer auf 30: Einzelne Töne fallen aus, in der Lücke laufen die Echos ungestört aus.
- Rückkopplung auf 85: Die Bruchstücke kreisen länger, und jeder Sprung schneidet sie neu.
- Anteil am Delay auf 100: nur die Echos, die Schnitte treten deutlich hervor.
- Stärke am Verzerrer auf 0: Die Echos klingen wieder glatt aus.
- Stärke am Verzerrer auf 100: Er hält nur noch 600 Werte je Sekunde fest. Die Töne schnarren und brechen hart ab, leise Echos fallen weg.
So funktioniert es
Das Delay schreibt den Klang laufend in einen Speicher und liest ihn um die eingestellte Zeit später wieder aus. Der Wert von Sample & Hold am MOD-Eingang verschiebt diese Zeit um bis zu die Hälfte. Er springt, statt zu gleiten, und die Leseposition springt mit: Wird die Zeit länger, liest das Delay ein Stück, das schon zu hören war, noch einmal; wird sie kürzer, überspringt es eines. Die Tonhöhe der Echos bleibt dabei gleich. Sie ändert sich nur, solange die Zeit gleitet. Das Oszilloskop zeigt die Sprünge als Treppe.
Der Verzerrer hinter dem Delay rundet die Summe aus Ton und Echos auf feste Höhen. Bei Rückkopplung 50 ist jedes Echo halb so laut wie das vorige und reicht nur noch über halb so viele Höhen: 8, 4, 2, 1. Was unter einer halben Stufe liegt, fällt weg: Ein fünftes Echo gibt es nicht. Dazu hält er jeden Wert kurz fest, bei Stärke 50 gut 5000-mal je Sekunde, und setzt so Nebentöne neben die Obertöne.
Langer Bogen
▶ Im Generator öffnen
Module: Oscillator, Filter, Mixer, Verstärker (VCA), LFO, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR), Sample & Hold
Was es zeigt
Der Sequenzer mit 256 Schritten, der größten Länge: Eine Figur zieht über die Stufen C, As, F und G und beginnt erst dann von vorn. Drei Quellen bewegen zugleich das Filter.
Zum Ausprobieren
- BPM auf 120: Der Bogen dauert dann 32 statt 19 Sekunden.
- Die drei Kabel am MOD-Eingang des Filters nacheinander anklicken: Jedes nimmt eine Bewegung weg. Strg+Z holt sie zurück.
- Pegel B des Mixers auf 0: Der leise Sinuston darunter fällt weg.
So funktioniert es
Jeder Block von 64 Schritten liegt auf einer eigenen Stufe (0, −4, −7, −5 Halbtöne). Am Filter addieren sich Hüllkurve (Anschlag), LFO (langsames Wandern) und Sample & Hold (je Ton ein Zufallswert).
Leierndes Band
▶ Im Generator öffnen
Module: Oscillator, Verstärker (VCA), Delay (Echo), LFO, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Ein abgenutztes Bandecho: Ein langsamer LFO bewegt die Zeit des Delays ein wenig. Nur die Echos schwanken in der Tonhöhe, der Anschlag bleibt sauber.
Zum Ausprobieren
- LFO-Tiefe auf 10: Das Band leiert deutlich.
- LFO-Frequenz auf 5 Hz: Die Echos flattern.
- Rückkopplung auf 80: Jede Runde leiert anders, die Echos verschwimmen.
So funktioniert es
Der LFO am MOD-Eingang des Delays zieht die Zeit von 0,35 s um ±3,5 ms hin und her, die Echos schwanken dadurch bei 0,5 Hz um etwa ±19 Cent. Das Direktsignal läuft am Verzögerungsweg vorbei.
Obertöne und Rauschfarben
▶ Im Generator öffnen
Module: Oscillator, Rauschen, Mixer, Verzerrer, Oszilloskop
Was es zeigt
Zwei Ansichten desselben Klangs: Die Welle zeigt, wie sich das Signal in 30 Millisekunden bewegt, das Spektrum, aus welchen Frequenzen es besteht. Oben der Oscillator, in der Mitte derselbe Ton hinter dem Verzerrer (dazu die Notiz „Verzerrer“), unten das Rauschen, jeweils mit einem Oszilloskop für jede Ansicht.
Zum Ausprobieren
- Wellenform am Oscillator auf Sinus: Im Spektrum „Osc“ bleibt eine einzige Spitze, der Grundton, und die Welle wird rund. Ein Sinus hat keine Obertöne.
- Wellenform auf Rechteck: Jede zweite Spitze fehlt, es bleiben die ungeraden Vielfachen (3-, 5-, 7-fach). Auf Dreieck: dieselben, aber viel leiser, der Klang wird weich.
- Frequenz am Oscillator auf 110: Das Muster der Spitzen rückt als Ganzes eine Oktave nach links.
- Am Mixer A auf 0 und B auf 100, dann die Farbe am Rauschen auf Rosa und auf Braun: Das Spektrum kippt nach rechts unten, das Rauschen wird leiser und dumpfer. In der Welle wird aus dem Gekritzel eine Linie, die langsam auf und ab wandert.
- Auf die Anzeige im Main Out klicken, bis „Spektrum“ steht: Sie zeigt, was hinter dem Mixer ankommt, die Spitzen des Tons auf der Fläche des Rauschens. Der Mixer wirkt auf das Hörbare und auf diese Anzeige, die Oszilloskope hängen vor ihm.
So funktioniert es
Ein Ton mit fester Tonhöhe besteht aus Sinustönen: dem Grundton (hier 220 Hz) und Obertönen bei der 2-, 3-, 4-fachen Frequenz (440, 660, 880 Hz …). Die Wellenform legt fest, wie laut jeder Oberton ist. Beim Sägezahn sind alle da und werden nach oben gleichmäßig leiser. Im Spektrum steht die Frequenz nach rechts, die senkrechten Linien liegen bei 100, 1000 und 10 000 Hz; jede Oktave ist gleich breit. Rauschen wiederholt sich nie, darum zeigt es keine Spitzen, sondern eine Fläche. Weiß hat bei jeder Frequenz gleich viel Energie, Rosa in jeder Oktave gleich viel, Braun fällt noch steiler ab und grollt wie Brandung.
Verzerrer
Der Verzerrer steht zwischen Oscillator und Mixer, die Oszilloskope „Dist“ zeigen den Ton hinter ihm. Bei Stärke 0 geht der Klang fast unverändert durch.
Zum Ausprobieren
- Wellenform am Oscillator auf Sinus, dann Stärke auf 50 und auf 100: In der Welle werden die Kuppen flach, im Spektrum wachsen Spitzen beim 3-, 5- und 7-fachen. Aus dem Sinus wird nach und nach ein Rechteck.
- Art auf Falten, Stärke 100: Die Kuppen klappen mehrfach um, statt flach zu werden: Die Welle schwingt in jeder Halbwelle mehrmals auf und ab. Die Spitzen beim 7- bis 13-fachen stehen so hoch wie der Grundton. Stärke langsam zurückdrehen: Die Spitzen werden abwechselnd höher und niedriger.
- Art auf Stufen, Stärke 70: Die Welle wird zur Treppe. Weit rechts vom Grundton erscheinen Spitzen in Paaren, die auf keinem Vielfachen liegen: Töne, die nicht zur Obertonreihe gehören.
So funktioniert es
Der Verzerrer verformt die Welle, und jede Verformung bringt Obertöne mit. Sättigung und Falten verformen oben und unten gleich, deshalb entstehen nur ungerade Vielfache wie beim Rechteck. Stufen hält jeden Wert kurz fest; seine Spitzen hängen am Takt dieses Haltens, nicht an der Tonhöhe. Ganz gerade ist die Kennlinie auch bei Stärke 0 nicht: Vom Sinus bleibt eine kleine Spitze beim 3-fachen.
Phaser aus Bandsperren
▶ Im Generator öffnen
Module: Oscillator, Filter, LFO, Oszilloskop
Was es zeigt
Drei Bandsperren hintereinander schneiden je eine Kerbe in den Sägezahn. Der LFO schiebt alle drei gemeinsam auf und ab, der Klang zieht und rauscht wie bei einem Phaser.
Zum Ausprobieren
- LFO-Tiefe auf 0: Die Kerben stehen still, es bleibt ein ruhiger Sägezahn mit etwas anderer Farbe. Erst die Bewegung macht sie deutlich hörbar.
- Die Kabel vom LFO zu „2“ und „3“ anklicken, sie verschwinden: Nur noch eine Kerbe wandert, der Effekt wird schwächer.
- LFO-Frequenz auf 1 Hz: Aus dem Ziehen wird ein Blubbern.
So funktioniert es
Eine Bandsperre löscht die Frequenzen um ihren Cutoff und lässt den Rest fast unverändert. Q bestimmt die Breite der Kerbe, die Bandbreite ist etwa Cutoff durch Q. Die drei liegen bei 300, 600 und 1200 Hz, je eine Oktave auseinander. Der LFO steckt in allen drei MOD-Eingängen und schiebt die Kerben in knapp 7 s einmal zwischen einem Viertel und dem 1,75-Fachen ihres Cutoffs hin und her, der Abstand bleibt dabei eine Oktave. Im Spektrum wandern drei Täler durch die Obertöne. Ein echter Phaser bildet seine Kerben anders, aus Allpässen und dem trockenen Signal, klingt aber ähnlich.
Roboterstimme
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Module: Oscillator, Filter, Ringmodulator, Verstärker (VCA), Verzerrer, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR), Sample & Hold
Was es zeigt
Der Ringmodulator multipliziert die Melodie mit einem tiefen Rechteck, daraus wird ein schnarrender, metallischer Ton. Ein resonantes Filter formt daraus Laute, Sample & Hold wählt je Ton einen neuen. Der Verzerrer (Art Stufen) am Ende macht aus der Welle eine Treppe und setzt so Höhen dazu, die das Filter nicht mehr wegnimmt.
Zum Ausprobieren
- Anteil des Ringmodulators auf 0: Nur der Sägezahn bleibt, die Melodie wird klar.
- Frequenz am Oscillator „Mod“ (Rechteck) von 30 auf 150 Hz: Die Stimme wird metallischer.
- Bereich von Sample & Hold auf 0: Alle Silben klingen gleich.
- Stärke am Verzerrer auf 0: Die Höhen fallen weg, die Stimme klingt dumpfer.
- Stärke am Verzerrer auf 100: Er hält nur noch 600 Werte je Sekunde fest. Das Schnarren wird gröber, die Töne brechen hart ab.
So funktioniert es
Das Rechteck enthält nur ungerade Obertöne (30, 90, 150 Hz …), jeder legt Seitenbänder um die Melodie, und die Tonhöhe verschwimmt. Das Filter wirkt wie ein Mund, Sample & Hold öffnet ihn bei jedem Ton anders weit.
Der Verzerrer hinter dem VCA rundet die fertige Stimme auf feste Höhen und hält jeden Wert kurz fest, bei Stärke 50 gut 5000-mal je Sekunde. Die Kanten dieser Treppe sind Töne weit über dem Cutoff des Filters. Weil der Verzerrer hinter dem Filter sitzt, bleiben sie erhalten; vor dem Filter wäre von ihnen kaum etwas zu hören.
Spannungen sichtbar
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Module: Oscillator, Filter, Verstärker (VCA), LFO, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR), Oszilloskop
Was es zeigt
Steuersignale sieht man sonst nicht, man hört nur ihre Wirkung. Drei Oszilloskope zeigen den langsamen LFO, die Hüllkurve jeder Note und das Spektrum des fertigen Klangs.
Zum Ausprobieren
- LFO-Frequenz ändern: die Welle im Verlauf wird enger oder weiter, das Filter wandert schneller.
- Decay oder Sustain der Hüllkurve ändern: die Zacken im Oszilloskop „ADSR“ ändern ihre Form.
- Cutoff drehen: im Spektrum verschwinden oder erscheinen die hohen Obertöne.
- Auf eine Anzeige klicken: Welle → Verlauf → Spektrum.
So funktioniert es
Der Sequenzer spielt den Oscillator (Sägezahn), das Filter formt den Klang, der VCA die Lautstärke. Die Hüllkurve öffnet den VCA bei jedem Gate, der LFO bewegt die Filterfrequenz. Ein Ausgang darf mehrere Kabel haben: LFO und Hüllkurve gehen zusätzlich in ein Oszilloskop, am Klang ändert das nichts.
Takt mit Swing
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Module: Oscillator, Rauschen, Filter, Verstärker (VCA), Step-Sequenzer, Takt, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Ein Takt-Modul als gemeinsame Uhr für Kick, Bass, Hi-Hat und Melodie. Swing verschiebt jede zweite Sechzehntel nach hinten, die Kick auf den Vierteln bleibt gerade.
Zum Ausprobieren
- Swing: 50 % gerade, 66 % wie Triolen, 75 % punktiert.
- BPM am Takt ändern: Alle Stimmen folgen.
- ÷A auf ÷4: Die Melodie geht im Gleichschritt mit der Kick.
- ÷B auf ÷16: Die Kick schlägt nur noch auf der Eins.
So funktioniert es
CLOCK gibt jede Sechzehntel einen Impuls an den Sequenzer „Bass“ und die Hüllkurve „Hi-Hat“, ÷A jeden dritten an den Sequenzer „Lead“, ÷B jeden vierten an die Hüllkurve „Kick“. Swing verschiebt nur jede zweite Sechzehntel, die Viertel liegen nie darauf. Die 8 Schritte der Melodie dauern 24 Sechzehntel, der Bass braucht 16. Erst nach drei Takten treffen sich beide wieder auf der Eins.
Vokalfilter
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Module: Oscillator, Filter, Verstärker (VCA), Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR), Sample & Hold, Oszilloskop
Was es zeigt
Hochpass und Tiefpass hintereinander lassen nur ein schmales Band durch, ähnlich einem Vokal. Sample & Hold verschiebt den Tiefpass bei jedem Ton, so klingt jeder nach einem anderen Laut.
Zum Ausprobieren
- Cutoff des Hochpasses auf 20 Hz: Der Klang wird voller, das Vokalhafte schwindet. Im Spektrum kommen links tiefe Obertöne dazu.
- Resonanz beider Filter auf 12: Die Laute werden deutlicher und pfeifen.
- Glätten am Sample & Hold auf 0,3: Der Laut wandert während des Tons zum nächsten, statt zu springen.
- Bereich von Sample & Hold auf 0: immer derselbe Laut.
So funktioniert es
Der Hochpass nimmt weg, was unter 320 Hz liegt, der Tiefpass, was über 1100 Hz liegt. Mit Resonanz entsteht an beiden Grenzen eine Spitze, ähnlich den Formanten der Stimme. Je nachdem, wo der Tiefpass steht, tritt ein anderer Oberton hervor. Das Oszilloskop hinter dem Tiefpass zeigt das Spektrum: Die Obertöne bilden einen Berg, der mit jedem Laut seine Form ändert.
Vom Schnarren zum Klirren
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Module: Oscillator, Ringmodulator, Verzerrer, LFO, Oszilloskop
Was es zeigt
Der Ringmodulator multipliziert den Ton von Oscillator „A“ mit Oscillator „B“. Der LFO zieht „B“ in zehn Sekunden von 40 auf 160 Hz und springt dann zurück. Unten schnarrt es, oben klirrt es metallisch, dazwischen kippt der eine Klang in den anderen. Ganz unten läuft derselbe Klang durch einen Verzerrer (dazu die Notiz „Verzerrer“).
Zum Ausprobieren
- Transponieren an „B“ auf −24: Der Weg liegt jetzt bei 10 bis 40 Hz. Unten wird aus dem Schnarren ein Flattern, in der Welle „Ring“ werden die Bäuche breit.
- Wellenform an „A“ auf Sinus: Im Spektrum „Ring“ bleiben zwei Spitzen, die auseinanderlaufen, bei 220 Hz minus und plus der Frequenz von „B“. Ohne Obertöne klirrt es kaum.
- Anteil am Ringmodulator auf 50: Der Ton von „A“ bleibt hörbar, im Spektrum „Ring“ bleibt seine Spitze zwischen den Paaren stehen.
So funktioniert es
Multiplizieren heißt: „B“ dreht die Lautstärke von „A“ auf und ab, durch null hindurch, zweimal je Schwingung. Die Welle „Ring“ zeigt den Ton von „A“ in Bäuchen. Bis etwa 15 Bäuche je Sekunde hört das Ohr sie einzeln, darüber verschwimmen sie zu einem rauen Schnarren. Im Spektrum wird aus jedem Teilton von „A“ ein Paar, der Teilton minus und plus die Frequenz von „B“. Liegen die Paare eng, reiben sie sich; rücken sie auseinander, hört das Ohr eigene Töne. Sie liegen nicht mehr in der Obertonreihe von 220 Hz, deshalb klingt es metallisch. Der Sägezahn des LFO am IN von „B“ hebt ihn gleichmäßig um zwei Oktaven, mehr als je eine nach oben und unten schafft dieser Eingang nicht.
Verzerrer
Der Verzerrer steht zwischen Ringmodulator und Main Out, die Oszilloskope „Dist“ zeigen den Klang hinter ihm. Bei Stärke 0 geht er fast unverändert durch.
Zum Ausprobieren
- Wellenform an „A“ auf Sinus, dann Stärke auf 50: Im Spektrum „Ring“ stehen zwei Spitzen, im Spektrum „Dist“ wachsen links und rechts davon neue.
- Stärke auf 100: In der Welle „Dist“ wird aus den Bäuchen ein Rechteck, alle Blöcke gleich hoch, nur verschieden breit. Das Spektrum füllt sich. Es wird dabei lauter; Pegel gleicht das aus.
- Art auf Falten, Stärke 100, dazu Transponieren an „B“ auf −24: Wo der Bauch in der Welle „Ring“ hoch ist, schwingt die Welle „Dist“ dicht gedrängt, an seinen Rändern locker.
So funktioniert es
Aus einem einzelnen Ton macht der Verzerrer Obertöne. Hinter dem Ringmodulator liegen aber mehrere Töne zugleich an, und dann entstehen zusätzlich Mischtöne: Summen und Differenzen der Töne und ihrer Vielfachen. Aus zwei Spitzen werden so schnell Dutzende. Die Sättigung hebt außerdem leise Stellen an, bis sie so hoch stehen wie die lauten: Deshalb verschwinden die Bäuche, und deshalb wird es lauter. Falten klappt die Welle umso öfter um, je höher sie ausschlägt: Mit dem Bauch schwellen die Obertöne an und ab.
Wandernde Melodie
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Module: Oscillator, Filter, Mixer, Verstärker (VCA), Delay (Echo), Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR)
Was es zeigt
Ein Sequenzer taktet den anderen: GATE des Sequenzers „Bass“ steckt in SYNC des Sequenzers „Lead“. Die Melodie rückt nur auf Basstönen vor und verschiebt sich deshalb gegen den Takt.
Zum Ausprobieren
- Im Sequenzer „Bass“ einen Schritt an- oder ausschalten: Die Melodie wandert in einem anderen Muster.
- BPM am Sequenzer „Bass“ ändern: Beide folgen.
So funktioniert es
Der Bass spielt 3-3-2 zweimal, also sechs Anschläge je Takt. Die Melodie hat acht Töne, beginnt deshalb jeden Takt zwei Töne später und steht erst nach vier Takten wieder am Anfang.
Zwei Stufen
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Module: Oscillator, Verstärker (VCA), Delay (Echo), LFO, Step-Sequenzer, Hüllkurve (ADSR), Sample & Hold
Was es zeigt
Zwei VCAs hintereinander: Der erste formt jeden Ton mit der Hüllkurve, der zweite zerhackt ihn mit LFO und Zufall. Dieselbe Hüllkurve regelt außerdem den Main Out und schneidet so auch die Echos zwischen den Tönen ab.
Zum Ausprobieren
- Das Kabel von der Hüllkurve zum Main Out anklicken: Die Echos klingen in die Lücken.
- LFO-Frequenz auf 2 Hz: langsames Pulsieren statt Flattern.
- Bereich von Sample & Hold auf 0: Alle Töne pulsieren gleich.
So funktioniert es
Am MOD-Eingang des VCAs „2“ addieren sich LFO und Sample & Hold, bei jedem Ton ergibt das ein anderes Muster. Der Main Out kommt erst hinter dem Delay, deshalb trifft die Hüllkurve dort auch die Echos.
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